Air-Asia-Absturz Rettungskräfte stellen Bergung des Wracks ein

Alle Versuche, den Rumpf des abgestürzten Air-Asia-Flugzeugs aus der Javasee zu holen, sind bislang gescheitert. Nun beenden die indonesischen Rettungskräfte ihren Einsatz - sie haben keine Hoffnung mehr.

Helfer beenden ihren Einsatz: "Bitten um Entschuldigung"
AP

Helfer beenden ihren Einsatz: "Bitten um Entschuldigung"


Jakarta - Immer wieder haben Taucher in den vergangenen Tagen versucht, den Rumpf der abgestürzten Air-Asia-Maschine aus der Javasee zu bergen - vergeblich. Das Wrack des Flugzeugs konnte nicht an die Oberfläche gebracht werden. Nun haben die indonesischen Rettungskräfte entschieden, ihre Arbeit einzustellen. Es ist vermutlich das offizielle Ende der Bergung der Passagiermaschine, die am 28. Dezember mit 162 Menschen an Bord ins Meer gestürzt war.

"Alle unsere Truppen werden abgezogen", sagte Einsatzleiter Widodo. "Wir bitten die Familien der Opfer um Entschuldigung." Armeesprecher Fuad Basya sagte, der Rumpf der Maschine sei zerstört. Bei einem Bergungsversuch sei er auseinandergebrochen. "Wir können keine weiteren Leichen finden."

Die indonesischen Streitkräfte stellten den größten Teil der Bergungstrupps. Der Chef der Einsatzkräfte, Bambang Soelistyo, kündigte an, dass das offizielle Ende des gesamten Einsatzes in Kürze bekannt gegeben werde. In kleinerem Umfang gingen die Bergungsversuche weiter. "Wir versuchen weiter, die Hoffnungen der Angehörigen zu erfüllen, aber die Operation wird keinen großen Umfang haben."

Cockpit möglicherweise gesichtet

Bislang wurden erst 70 Todesopfer aus dem Meer geborgen. Viele Leichen waren im Rumpf des Flugzeugs vermutet worden. Einsatzleiter Widodo sagte, die Taucher hätten seit zwei Tagen keine Leichen mehr gefunden.

Am Wochenende war der Rumpf bei einem Bergungsversuch nach Angaben eines ranghohen Vertreters der Marine mithilfe luftgefüllter Kissen kurzzeitig an die Meeresoberfläche bugsiert worden. Wegen eines plötzlich auftretenden Unwetters sei dann aber ein Seil der Halterung gerissen. Das Flugzeugwrack sei daraufhin wieder gesunken.

Am Samstag wurde etwa 500 Meter von dem Wrack entfernt außerdem ein weiteres Objekt geortet, bei dem es sich nach Angaben der Rettungskräfte um das Cockpit des Flugzeugs handeln könnte.

Flug Air Asia QZ8501 war am 28. Dezember auf dem Weg von Surabaya auf der indonesischen Hauptinsel Java nach Singapur ins Meer gestürzt. Die Flugschreiber der Maschine wurden inzwischen geborgen und werden derzeit von Experten ausgewertet.

kis/AFP

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