Aktion in New York Kostenlose Joints für Coronageimpfte

In New York können sich Kiffer gratis einen Joint to go abholen. Einzige Bedingung: eine Impfung gegen Covid-19.
Besucherin Bridgette King bei der Veranstaltung »Joints for Jabs« in New York

Besucherin Bridgette King bei der Veranstaltung »Joints for Jabs« in New York

Foto: Mark Lennihan / AP

Rund drei Wochen nachdem das Parlament des US-Bundesstaats New York den Weg für die Legalisierung von Marihuana freigemacht hat, haben Aktivisten kostenlos Joints an Coronageimpfte verteilt. Dutzende Menschen standen am Dienstag am Union Square in Manhattan in einer Schlange an, um an das kostenlose Cannabis zu kommen.

»Joints for Jabs« hatten die Aktivisten die Aktion betitelt, auf Deutsch etwa »Joints für Impfungen«.

»Es ist das erste Mal, dass wir hier sitzen und legal Joints an die Leute verteilen können«, sagte Mitorganisator Michael O'Malley der Nachrichtenagentur AFP. »Wir unterstützen die Impfanstrengungen auf Bundesebene. Aber wir versuchen auch, sie dazu zu bringen, landesweit Gras zu legalisieren.«

Rund 1500 Joints hatten Freiwillige vor Aktionsbeginn gerollt. Die Nachfrage war groß – fast die Hälfte aller New Yorker über 18 Jahre hat bereits mindestens eine Impfdosis bekommen.

Die 38-jährige Sarah Overholt kam in Begleitung ihrer 70-jährigen Mutter, zeigte beide Impfkarten vor und holte sich zwei Joints ab. »Ich rauche jeden Tag«, sagte Overholt, »und ich bin ein besserer Mensch, wenn ich rauche, glauben Sie mir.«

Ende März hatte das New Yorker Parlament nach jahrelangem Streit den Weg für die Legalisierung von Marihuana freigemacht – und New York auf den Weg zum 15. US-Bundesstaat gebracht, der Marihuana ab 21 Jahren für den freien Gebrauch erlaubt.

ala/dpa
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