Aktion für Überfallopfer Alan Barnes Schluss mit Spenden

500 Pfund wollte die Britin Katie Cutler an Spenden für das Überfallopfer Alan Barnes sammeln - es kamen 330.000 zustande. Jetzt soll auf Wunsch des Rentners Schluss sein. Doch Cutlers nächste Mission steht schon fest.

Screenshot der Spendenseite für Barnes: Stopp bei rund 330.000 Pfund

Screenshot der Spendenseite für Barnes: Stopp bei rund 330.000 Pfund


London - Fast 25.000 Menschen haben in den vergangenen Tagen für Alan Barnes gespendet. Der kleinwüchsige Rentner mit Sehbehinderung war vor seiner Haustür überfallen worden und traute sich seitdem nicht mehr in sein Zuhause. Die Britin Katie Cutler wollte helfen - und startete eine Online-Spendenaktion für den 67-Jährigen.

500 Pfund wollte sie ursprünglich sammeln, schreibt der britische "Guardian". Doch es wurde gespendet und gespendet und gespendet. Der aktuelle Stand beträgt rund 330.000 Pfund, das sind umgerechnet knapp 440.000 Euro. Und damit soll die Aktion nun beendet sein.

Sie habe mit Alan und seiner Familie gesprochen, schreibt Cutler auf der Spenden-Homepage. Und sie hätten darum gebeten, die Aktion zu stoppen. "Er ist sehr dankbar für all die Liebe, Unterstützung und Spenden", heißt es in der Nachricht. "Wir werden ihm den Scheck bei einer kleinen Veranstaltung überreichen, ich halte euch also auf dem Laufenden." Erst am vergangenen Sonntag hatten sich Barnes und Cutler zum ersten Mal getroffen, es war ein Treffen mit Schokolade, Tränen und dem Versprechen der ewigen Freundschaft.

Doch auch wenn der "Alan Barnes Fund" jetzt beendet werden soll, geht für Cutler das Spendensammeln weiter, und zwar unter dem Motto "Kacie Martin Campaign". Am Dienstag richtete Cutler die entsprechende Internetseite ein, diesmal geht es um die zweijährige Kacie, die an einer Muskelkrankheit leidet. "Kacie braucht so dringend einen besonderen Rollstuhl, der 27.000 Pfund kostet", schreibt Cutler auf der Seite. Bisher sind rund 3300 Pfund eingegangen.

Screenshot der Spendenseite für Kacie: 27.000 Pfund benötigt

Screenshot der Spendenseite für Kacie: 27.000 Pfund benötigt

aar



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
h08835 04.02.2015
1. falsche motivation
seltsam, was in unserer gesellschaft zum spenden anregt. für flüchtlinge in asylbewerberheimen würde nicht mal jemand eine fundingseite starten...
Aase 05.02.2015
2. Zahlt die Großbritanniens staatl. Krankenversicherung orth. Hilfsmittel nicht?
Das darf der Spiegel-Redakteur, der hier den Beitrag verzapft hat, gern recherchieren und die Recherche-Ergebnisse der geneigten Leser/innenschaft präsentieren. Von einer in London seit etwa einem Jahrzehnt lebenden. rollstuhlfahrenden deutschen Journalistin wird Großbritannien in den höchsten Tönen gelobt. Da liest man nichts Kritisches. Deshalb fände ich es sehr gut, mal paar kritische Töne den Lobhudeleien der genannten rollstuhlfahrenden Journalistin entgegenzusetzen.
sara100 05.02.2015
3.
Mir wurde mal gesagt das Gott immer wieder Engel in der Verhüllung von Menschengestalt auf die Erde schickt. Scheint hier zu stimmen.
_da 05.02.2015
4. Komisch
Finde nur ich das komisch? Den Rollstuhl hätte er dem Kind ja auch locker kaufen können.
Aase 05.02.2015
5. Ich finde etwas anderes nicht komisch, sondern bedenklich,
Zitat von _daFinde nur ich das komisch? Den Rollstuhl hätte er dem Kind ja auch locker kaufen können.
dass das öffentliche Gesundheits(un)wesen, so denn das Kind von den Eltern dort versichert wurde, was aus dem Text nicht hervorgeht, offensichtlich nicht einmal für ein Kind einen Kinderrollstuhl, angepasst an die Bedürfnisse des behinderten Kindes, finanziert. Nein Großbritannien scheint auch kein Land zu sein, in das man(n) gern verreisen mag.
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