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Bitte aufstehen: Katzen in ungewöhnlicher Haltung

Foto: Alexis Reynaud/ @alexisreynaud.art

Fotoprojekt mit Katzen Eine Frage der Haltung

Guck mal, wie die steht! Alexis Reynaud fotografiert Katzen in einem eher ungewöhnlichen Moment - wenn sie sich aufrecht auf ihre Hinterbeine stellen. Kein ganz einfaches Projekt. Aber sehen Sie selbst.

Sie sehen niedlich aus und machen dumme Sachen. Wahrscheinlich gehören Katzen deshalb zu den beliebtesten Haustieren. Fotoserien von ihnen gibt es bereits einige, auch auf SPIEGEL ONLINE: Katzen von unten , Stubentiger, die sich schütteln oder die flauschigen Tiere mit ihren Besitzerinnen. Der Fotograf Alexis Reynaud  hatte ein neue Idee: Er fotografiert Katzen, während sie stehen.

Inspiriert hat ihn dazu seine eigene Katze. Als er sie beobachtete und sie sich für einen kurzen Moment aufstellte, fand Reynaud das urkomisch. Außerdem musste er sofort an den "gestiefelten Kater" denken. "Ich wollte zeigen, dass Katzen auch anders aussehen können - menschlicher", sagt Reynaud. 

Normalerweise gehen Katzen auf vier Pfoten. Wie bringt man sie also dazu, sich nur auf die Hinterbeine zu stellen und aufrecht zu stehen? Mit Leckerlis, indem man sie erschreckt oder ihre Neugierde weckt? "Das ist der geheime Teil des Shootings", sagt der Fotograf. Seinen Trick will er nicht verraten, nur so viel, dass es sich nicht um eine Fotomanipulation handele, sondern die Tiere wirklich diese Positionen eingenommen haben.

Sie zum Stehen zu animieren, sei zwar nicht schwierig, doch er müsse sehr schnell sein und genau im richtigen Moment, bei idealer Beleuchtung, den Auslöser drücken. Deshalb schießt Reynaud sehr viele Bilder hintereinander, um diese kurze Zeitspanne nicht zu verpassen.

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Bitte aufstehen: Katzen in ungewöhnlicher Haltung

Foto: Alexis Reynaud/ @alexisreynaud.art

Zuerst fotografierte Reynaud seine eigene Katze, dann die von Freunden. Diese empfahlen ihm wieder weitere Tierbesitzer und ihre Katzenmodelle. Nicht alle Katzen stellen sich laut Reynaud wirklich auf die Hinterbeine. Und wenn, dann würden sie es sehr selten tun. "Normalerweise machen sie es, um sich etwas anzusehen, das sie interessiert."

Insgesamt fotografierte er rund 50 Katzen: von einem Abessiner über eine Burma- bis hin zu einer Sibirischen Katze. Bei manchen sieht die Haltung ganz natürlich aus, bei anderen etwas verkrampft. Die eine blickt direkt und wie ein Profi in die Kamera, die andere schaut auf den Boden.

Es sei immer sehr lustig, die Tiere zu fotografieren, sagt Reynaud. Man könne die tierischen Fotomodell aber zu nichts zwingen, sie hätten ihren eigenen Willen. Eine Katze schloss immer wieder ihre Augen, wenn Reynaud versuchte, sie zu fotografieren. "Sie schien mir sagen zu wollen: 'Du kriegst mich nicht.'" Am Ende klappte es dann aber doch.

Seine Fotos möchte der Fotograf demnächst in einem Bildband veröffentlichen und hofft, sie auch großformatig ausstellen zu können. "Sie sehen dann wie Gemälde aus und erinnern noch viel mehr an richtige Porträts."

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