Bergunfälle Drei Wanderer in den Schweizer Alpen durch Lawinen getötet

Am Wochenende sind bei Bergunfällen in der Schweiz und in der Slowakei mehrere Menschen verunglückt. Drei von ihnen wurden von Lawinen verschüttet.


Bei Bergunfällen sind am Wochenende mehrere Menschen ums Leben gekommen. In den Schweizer Alpen starben seit Samstag drei Menschen durch Lawinenunglücke.

Ein Franzose wurde nach Angaben der Polizei am Samstag beim Skiwandern im östlichen Kanton Graubünden von einer Lawine verschüttet. Seine Leiche habe unter drei Meter hohen Schneemassen gelegen, hieß es.

Am Montag wurden zudem im südlichen Kanton Wallis fünf Skiwanderer von einer Lawine überrascht. Einer von ihnen wurde von den Schneemassen mitgerissen, wie die Polizei mitteilte. Obwohl seine Begleiter ihn rasch befreien konnten, stellten die herbeigerufenen Rettungskräfte nur noch seinen Tod fest.

Ebenfalls im Wallis wurden am Samstag drei Wanderer von einer Lawine verschüttet. Einer von ihnen konnte sich selbst befreien und Hilfe herbeirufen, wie die Polizei mitteilte. Die Rettungskräfte konnten die beiden anderen Wanderer aus dem Schnee befreien. Eine Frau aus der Gruppe erlag anschließend im Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.

Tatra: Vier Notfälle innerhalb weniger Stunden

Auch in der slowakischen Tatra verunglückten nach einem Wetterumschwung mehrere Touristen kurz nacheinander: Zwei junge Tschechinnen starben, drei weitere Wanderer und eine Skifahrerin wurden schwer verletzt. Das berichtete der Bergrettungsdienst HZS am Montagabend auf seiner Internetseite. Die Bergretter und ein Rettungshubschrauber wurden demnach innerhalb weniger Stunden zu vier Notfällen in der Region gerufen.

Bergrettung und Wetterdienst hatten bereits vorab vor den Gefahren im Gelände gewarnt. Auf eine am Sonntag von Regen aufgeweichte und in der Nacht auf Montag festgefrorene ältere Schneeschicht war frischer Neuschnee gefallen.

kry/dpa/AFP



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