Altersversorgung Immer mehr Deutsche wollen auswandern

Flucht aus Deutschland: Einer Umfrage zufolge planen immer mehr deutsche Arbeitnehmer, auszuwandern, wenn sie an ihre Altersversorgung denken.


Bonn - 19 Prozent der Berufstätigen beabsichtigen, wegen mangelnder finanzieller Absicherung im Alter in ein Land mit niedrigeren Lebenshaltungskosten auszuwandern.

Das geht aus einer heute veröffentlichten Studie der Postbank in Zusammenarbeit mit dem Allensbach-Institut hervor. Im Jahr 2006 hätten dies erst 15 Prozent der Befragten angegeben.

Mit 23 Prozent sei die Bereitschaft, dem Heimatland den Rücken zu kehren, bei den Arbeitnehmern zwischen 16 und 29 Jahren am stärksten ausgeprägt.

Dahinter folgten die Gruppe zwischen 30 und 49 Jahren mit 20 Prozent und die Berufstätigen über 50 Jahren mit zwölf Prozent Auswanderwilligen.

Bei Akademikern gaben demnach 20 Prozent der Befragten an, sie wollten auswandern, bei Berufstätigen ohne Studium waren dies demnach 18 Prozent. 21 Prozent der berufstätigen Männer gaben an, sie seien zum Auswandern bereit, bei den Frauen waren es nur 16 Prozent, hieß es in der Studie weiter.

jjc/AFP



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matthias schwalbe, 27.12.2007
1.
Es gibt wirklich Mnschen,welche aussteigen und dabei gluecklich werden. Nur ist die Frage um welchen Preis ? Wenn einer-so wie ich- nach Suedafrika gegangen ist,gibt man schon eine ganze Menge in seiner Heimat auf. Stellt dann aber nach einer gewissen Zeit fest,dass viele Probleme in Deutschland hausgemacht sind oder von Medien und Presse ueberzogen dargestellt werden. Ich jedenfalls habe beschlossen -nach fast 4 Jahren-wieder nach Deutschland zu ziehen.Die Erfahrungen hier in Suedafrika moechte ich nicht missen,aber muss nicht unbedingt sein.
seiwol, 27.12.2007
2.
Zitat von sysopEinmal ganz neu anfangen: Am Ende des Jahres ist bei manchem die Sehnsucht nach einem Umbruch im Leben groß. Der Aussteiger setzt den Traum um - oft gilt er als der mutigere, der mündigere, der aufgeklärte Mensch. Stimmt das wirklich? Oder sind Aussteiger eher die Verlierer, die die Flucht ergreifen? Der Artikel zum Thema: http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,522476,00.html
Alle oben aufgezeigten Attribute sind nicht zutreffend und lächerliche Vorurteile der dumpfen Masse. Für den Aussteiger ist einfach nur die Freiheit das für ihn wichtigste Gut. Aussteigen muß man sich, selbst auf niedrigen Niveau, leisten können. Wer "aussteigt" demonstriert damit, dass er sich diese Freiheit leisten kann und viel wichtiger, dass er sich des Wertes seiner Freiheit bewußt ist. Der klassische nicht Aussteiger steckt seine potentielle Freiheit dagegen lieber in den Konsum, dumm wie er ist. In in einer Massengesellschaft, in der man nicht mehr einfach wie Lederstumpf in Richtung Westen ziehen kann um Frei zu sein, definiert sich Freiheit leider über den Umfang der finanziellen Mittel die man hat und wie man damit umgeht.
Equitem, 27.12.2007
3.
Ich habe - mit Verlaub -- selten einen dümmlicheren Artikel gelesen, wie diesen. Noch mehr dumpfe Vorurteile, auf so wenige zeilen verpackt, das schaffen ja nichtmal politische Radikale. Er (der Artikel) ist kein journalistisches Produkt, es ist vielmehr eine Hetzschrift gg. Menschen die nicht so leben möchten, wie es den Autoren gefällt. Fazit: Nicht ernst zu nehmen, sondern - mit viel wohlwollen - vielleicht unter Satire abhaken!
fucus-wakame 27.12.2007
4. Ich war Aussteiger
Hallo, ich bin auf dem Lande groß geworden. Kein Internet, kein Telefon, keine Heizung (nur ein Kohleofen). Und nun habe ich aufgehört mit dem Landleben. Seit zwei Jahren schon bin ich Aussteiger, lebe in einer Großstadt, habe Freiheiten wie das Internet. Fazit: es geht auch in der anderen Richtung
makjaveli 27.12.2007
5. Schubladendenker
Schön das man Individualisten auch in eine Schublade stecken kann. Wer solche Artikel braucht um seine eigene "Normalheit" zu rechtfertigen. Bitte schön. Das ist auch Freiheit.
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