Alzheimer Liz Taylor weist Gerüchte zurück

Einst war sie "die schönste Frau der Welt" - Elizabeth Taylor. Doch zuletzt wirkte die 74-Jährige alt und gebrechlich. Gegen die jüngste Unterstellung, sie habe Alzheimer, wehrt sich die Hollywood-Diva vehement.


Los Angeles - "Ach kommen Sie, sehe ich so aus oder höre ich mich so an, als ob ich Alzheimer habe?", fragte die resolut wirkende Schauspielerin in der US-Talkshow "Larry King Live". In der Tat musste Interviewer King diese Frage verneinen. Das Boulevardblatt "National Enquirer" hatte kürzlich unter der Überschrift "Liz' Alzheimer-Tragödie" über eine schwere Erkrankung der Diva spekuliert.

Hollywood-Diva Taylor: "Entschuldigt, ich lebe noch"
REUTERS

Hollywood-Diva Taylor: "Entschuldigt, ich lebe noch"

Taylor nutzte den Auftritt, um in das Mikrofon zu schimpfen: "Sie behaupten das, um ihre Gazetten zu verkaufen. Irgendwelche Leute da draußen mögen den Skandal. Sie wollen lesen, dass ich tot bin. Entschuldigt, ich lebe noch. Und ich denke auch nicht daran zu sterben." Zugleich räumte die zweifache Oscar-Preisträgerin ein, dass sie wegen chronischer Rückenschmerzen häufig einen Rollstuhl benutzen müsse. Die Beschwerden gingen auf ihre Jugendzeit zurück, da sie mit einer Rückgratverkrümmung geboren sei. Zudem leide sie seit vielen Jahren an Herzinsuffizienz und schwerer Osteoporose, sagte die Schauspielerin.

Taylor versicherte, dass es ihr gut gehe. Sie sei derzeit sehr damit beschäftigt, Schmuck zu entwerfen. Das mache sie glücklich. Außerdem widme sie sich weiter dem Kampf gegen Aids.

Die Hollywood-Diva feierte ihre größten Erfolge in den fünfziger und sechziger Jahren mit Filmen wie "Die Katze auf dem heißen Blechdach" oder "Cleopatra". Zuletzt stand sie 2001 in einem Fernsehfilm vor der Kamera.

Neben ihrer Schauspielerei machte sie durch ihren exzessiven Alkohol- und Beruhigungsmittelkonsum sowie durch ihre zahlreichen Liebesgeschichten von sich reden. So war Taylor achtmal verheiratet, unter anderem mit den Schauspieler-Kollegen Michael Wilding und Richard Burton.

aki/dpa/AP/reuters



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