Heftiger Regen und Überschwemmungen Mehrere Tote bei Unwetter in Italien

In der italienischen Region Marken haben schwere Unwetter mindestens sieben Todesopfer gefordert. Weitere Menschen werden nach dem Starkregen noch vermisst.
Überflutete und eingebrochene Straße in der Region Marken: Erdrutsche und Schlammlawinen

Überflutete und eingebrochene Straße in der Region Marken: Erdrutsche und Schlammlawinen

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YARA NARDI / REUTERS

Der Präsident der von Unwettern betroffenen Region Marken, Francesco Acquaroli, spricht von einer »sehr ernsten meteorologischen Krise«: An der Adriaküste Italiens sind nach heftigen Regenfällen und Überschwemmungen mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Das teilten die Behörden mit. Betroffen ist insbesondere die bei Touristen beliebte Stadt Ancona.

Zudem wurden in der gleichnamigen Provinz, die in der Region Marken liegt, noch mehrere weitere Menschen vermisst, wie die Nachrichtenagentur Ansa in der Nacht unter Berufung auf den Katastrophenschutz berichtete. Die Regierung der Provinz Ancona erklärte, die Überschwemmungen seien eine Folge der anhaltenden Regenfälle vom Nachmittag.

420 Millimeter Regen

Regionspräsident Acquaroli schrieb auf Facebook, es bestehe Anlass zu äußerster Besorgnis. Der Katastrophenschutz hatte am Donnerstag die Bewohner des Küstenortes Senigallia nördlich von Ancona aufgerufen, angesichts der Überschwemmungen höher gelegene Gebiete aufzusuchen.

Wie die italienische Zeitung »La Repubblica « unter Berufung auf einen Zivilschutzdirektor berichtet, sollen binnen zwei bis drei Stunden 420 Millimeter Regen gefallen sein – die Hälfte der sonst in einem ganzen Jahr üblichen Menge. Es habe Erdrutsche und Schlammlawinen auf den Straßen gegeben.

Der Bürgermeister von Barbara in der Provinz Ancona, Riccardo Pasqualini, sprach dem Bericht zufolge von einer wirklich dramatischen und tragischen Situation. Er wird mit den Worten zitiert: »Ich bitte dringend darum, nicht hinauszugehen und das Auto nicht zu benutzen.« Und: »Gott helfe uns.« Alle verfügbaren Kräfte von Zivilschutz, Carabinieri und Feuerwehr seien im Einsatz.

Die Stromversorgung in der Gegend gilt derzeit als instabil, auch das Telefonnetz ist gestört. Kleine Bergbäche verwandelten sich durch den Regen zu reißenden Strömen. Vielerorts fällt wegen des Unwetters die Schule aus.

apr/dpa
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