Aniston und Vaughn Das Paar, das keins sein will

Seit Monaten kursieren die Gerüchte über eine Liebesbeziehung zwischen Jennifer Aniston und Vincent Vaughn. Jetzt warben sie in Hamburg für ihren gemeinsamen Film "Trennung mit Hindernissen". Fragen zu ihrem privaten Glück waren tabu. 

Von Andrea Kinzinger


Hamburg - Es ist kurz vor halb acht an diesem heißen Montagabend. Der Filmverleih hat zur Premiere von "Trennung mit Hindernissen" in ein Multiplex am Hamburger Dammtor geladen. Die Fotografen stehen hinter der Absperrung und warten. Um den Hals die schweren Objektive. Schweiß läuft ihnen über die Stirn. "Wie lange dauert das hier denn noch", fragt ein Reporter und schießt ein letztes Bild von der Drag Queen Olivia Jones auf dem roten Teppich - abgesehen von Komiker Otto Waalkes einer der wenigen, halbwegs prominenten Gäste.

Da - endlich - fährt eine schwarze Limousine vor. Ein Mitarbeiter des Filmverleihs öffnet die Tür und hilft Jennifer Aniston beim Aussteigen. Sofort rufen die Fotografen laut: "Jennifer, hierher bitte". "Hierher." Die Hollywood-Schauspielerin wirft das blonde lange Haar nach hinten und lächelt in die Kameras, mal schüchtern, mal kokett. Ihr hautenges, silberfarbenes Cocktail-Kleid glitzert in der Abendsonne.

Kurze Zeit später kommt Jennifers Filmpartner Vince Vaughn an. Der 1,90-Meter-Mann mit dem Drei-Tage-Bart geht direkt auf seine Fans zu, gibt geduldig ein Autogramm nach dem anderen und schüttelt unzählige Hände. Dann wendet er sich ebenfalls den Fotografen und Kameras zu. Aniston indes schaut er nicht einmal an. Und auch die Schauspielerin vermeidet jeden Blickkontakt.

Dabei kursiert seit Monaten das Gerücht, die beiden seien ein Paar. "Sie lachte sich ins Glück zurück", "Wer ist hier wohl im siebten Himmel?" oder "Zu Gast bei seinen Eltern" titelten die Zeitschriften. Nach der Trennung von Brad Pitt sei Aniston endlich wieder glücklich, schrieben sie. Paparazzi fotografierten die beiden heimlich in Miami, in Aspen und Los Angeles - Arm in Arm oder im Gespräch vertieft. Auch von gemeinsamer Wohnungssuche war die Rede. Und noch vor wenigen Tagen zitierte das US-Magazin "People" einen Mann, der die beiden in Sydney erlebte, wo sie ebenfalls für ihren Film warben: "Sie waren zwar nicht zärtlich zueinander, aber in jedem Fall einander zugetan."

Aniston wiederum nährte die Spekulationen mit Andeutungen wie "Vince ist ein toller Typ. Lustig und charmant." Und auch Vaughn sagte in der "Gala": "Jennifer muss man einfach mögen. Es macht so viel Spaß, Zeit mit ihr zu verbringen." Vom Dreh des Films sei ihm eine Szene besonders in Erinnerung geblieben: die, in der Jennifer Aniston völlig nackt ist. "Als Produzent hatte ich ja auch Einfluss darauf, wie oft wir etwas wiederholen. Ich war erst nach dem 43. Mal zufrieden."

Doch von alldem ist in Hamburg nichts zu spüren. Keine sanfte Berührung, kein kurzes Gespräch - Aniston und Vaughn spulen professionell und getrennt voneinander ihr Programm herunter. Fragen zu ihrem privaten Verhältnis sind ebenso tabu wie solche zum Vaterglück ihres Ex-Mannes Brad Pitt. Den Fotografen geben sie keine Möglichkeit für ein gemeinsames Foto, auf dem nur sie zu sehen sind - selbst auf der Bühne nicht. Sofort nehmen sie dort Regisseur Peyton Reed in ihre Mitte.

Nach dem Film lädt der Verleih zu einer After-Movie-Party. Zu diesem Zeitpunkt haben Aniston und Vaughn Hamburg schon längst verlassen - in Richtung Paris. Allerdings sind sie dort auch nur aus einem Grund: um für ihren Film zu werben.



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