USA und Mexiko Architekt installiert rosa Wippen in Grenzzaun

US-Präsident Trump will die Grenze zwischen den USA und Mexiko um jeden Preis schließen. Ein Architekturprofessor setzt dagegen auf Völkerverständigung - und ließ drei Wippen im Zaun befestigen.

REUTERS

Drei grenzüberquerende Wippen sind an einem Zaun zwischen den USA und Mexiko angebracht worden. Die rosafarbenen Stangen, die zwischen den Latten des Grenzzauns in der Nähe der US-Stadt Sunland Park und der mexikanischen Ciudad Juárez verlaufen, sind ein Projekt des Architekturprofessors Ronald Rael und seiner Kollegin Virginia San Fratello.

Rael postete auf Instagram ein Video davon, wie Menschen - durch den Zaun voneinander getrennt - miteinander wippen. Durch die Wippen werde deutlich, dass Aktionen auf der einen Seite Auswirkungen auf der anderen Seite hätten, schrieb Rael. Der Zaun sei der "sprichwörtliche Drehpunkt der Beziehungen zwischen den USA und Mexiko", so Rael.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor beim geplanten Bau der umstrittenen Mauer an der Grenze zu Mexiko einen Sieg vor Gericht errungen. Der Oberste US-Gerichtshof hatte am Freitagabend eine Finanzierungssperre aufgehoben und damit den Weg dafür frei gemacht, dass die Regierung für den Bau auf Geld aus dem Verteidigungsministerium zurückgreifen darf.

An manchen Abschnitten entlang der Grenze stehen bereits Barrieren. Eines von Trumps Wahlkampfversprechen war es jedoch, auf der Hälfte der rund 3200 Kilometer langen Grenze zu Mexiko eine Mauer bauen zu lassen. Der Rest der Grenze ist nach seinen Worten durch natürliche Barrieren wie etwa Flüsse geschützt.

fek/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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gunpot 31.07.2019
1. Das ist eine hevorragende Idee
des Architekten. Bei allem Ärger über Trump darf nicht vergessen werden, dass er Einwanderungen in die USA nicht kategorisch ablehnt, nur sollten dies kontrolliert und nicht illegal und unkontrolliert stattfinden. Da die USA nach wie vor Arbeitskräfte im Billiglohnsektor benötigen, sollten die potentiellen Immigranten aus Honduras, San Salvador, Guatemala, etc... sich um eine Aufenthaltserlaubnis bemühen. Da wäre genug Zeit, sorgfältig auszuwählen (Auszug aus Führungsregistern, um zu prüfen, ob Straftaten vorliegen), insbesondere die Arbeitskräfte, für die in den USA eine Nachfrage besteht. Säuglinge und Kleinkinder in eine ungewissen Zukunft zu führen, ist kriminell. Aber es macht sich ja immer so gut, wenn man schreiben kann, seht nur die Armen, insbesondere die unschuldigen Kinder, festgehalten an der Grenze und von Trump in Lagern eingesperrt. Sehen Sie bitte einmal die Sache von der anderen Seite. Glaubt da jemand, dass man einen Deutschen so ohne weiteres in einem anderen Land ausserhalb der EU leben lässt. Da sind Formalien einzuhalten.
jj2005 31.07.2019
2. Stimmt
Ich fürche, da muss ich gunpot zustimmen: Illegale Einwanderung hilft niemandem. Trump sollte überzeugt werden, dass die USA ihre horrende Politik in Mittel- und Südamerika überdenken, dann hört die illegale Einwanderung von alleine auf. Vor zwanzig Jahren, z.B., war Mexiko ein blühendes, aufstrebendes Land. Heute ist es die Hölle.
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