Leben auf wenig Raum Wohnen im Kleinod

Klein, funktional, schön - und obendrein mitten in der Stadt: Ein Buch zeigt, was auf wenigen Quadratmetern Wohnfläche alles möglich ist.

Concrete Amsterdam/ Ewout Huibers/ Gestalten

Einst war das Häuschen im Grünen der Wohntraum, wobei "Häuschen" doch allzu verniedlichend klingt. Denn einen Hobbyraum im Keller durfte das Eigenheim schon haben, gerne auch eine Doppelgarage, der große Garten gehörte selbstverständlich auch dazu.

Und heute? Zieht es immer mehr Menschen in Städte. Die Metropolen der Welt wachsen, mehr Menschen drängen sich in den Ballungsräumen. Tschüs, Häuschen im Grünen - hallo Zweizimmerwohnung!

In den Städten ist das Angebot an Wohnraum knapp und teuer. Auf absehbare Zeit wird sich daran nicht viel ändern, Neubauten hin oder her. Da hilft nur, kreativ zu werden und den vorhandenen Raum besser zu nutzen.

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Kompaktes Wohnen: Platz ist in der kleinsten Hütte

Dieser Idee ist das Buch "Raumwunder" gewidmet. Es zeigt, dass man auch in Garagen, ehemaligen Industriegebäuden oder bislang ungenutzten Baulücken wunderbar wohnen kann. Und es zeigt, dass wenige Quadratmeter viel Raum zur Entfaltung bieten können. Etwa in einem Apartment in Taipeh, 22 Quadratmeter groß. Oder in einer Einzimmerwohnung in Paris, 20 Quadratmeter. Oder in einer 25 Quadratmeter großen Loggia in Tel Aviv, umgebaut zum Künstleratelier.

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Gestalten:
Raumwunder

Große Ideen für kleine Wohnungen

256 Seiten; 39,90 Euro

Wer unter Platznot leidet, findet in dem Buch viele Ideen: Die Treppenstufe als Schublade, an Flaschenzügen aufgehängte Fahrräder, eine verschiebbare Wand, die Wohn- und Schlafzimmer je nach Bedarf wachsen oder schrumpfen lässt.

Dabei wird deutlich: Weniger Wohnraum ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit Verzicht. "Der Luxus von Zeit kann den Luxus von Raum ablösen, wenn man bereit ist, mit weniger Platz auszukommen", schreibt der Architekt Sigurd Larsen im Vorwort des Buches. Seine Argumentation: Je kleiner die Wohnung oder das Haus, desto geringer die Kreditrate oder Miete. Um sie zu bezahlen, muss man dann weniger arbeiten - und gewinnt dadurch Freizeit.

Sehen Sie hier andere spannende Designs bei kleinen Hütten:

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Große kleine Architektur: Budenzauber

ulz



insgesamt 29 Beiträge
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till_wollheim 09.05.2017
1. Beengte Karnikelställe sind gegen die Menschenwürde!
Das Problem ist die Überbevölkerung! Daher müssen Anreize mehr als ein Kind zu haben sofort abgesetzt werden und sogar durch Repellation ersetzt werden. Die Ansicht Kinder würden unsere Zukunft bedeuten ist schon lange nicht mehr wahr! Die Überbevölkerung bedroht sogar den Fortbestand der Menschheit an sich ganz dramatisch! Und es ist auch nicht einzusehen, warum man diesen Unfug, daß nun alle in der Stadt wohnen wollen und gleichzeitig bester Wohnraum auf dem Lande verfällt, zulassen will! Die Mieten müssen in den Städten immer weiter steigen, bis die Leute wieder erkennen, daß die Lebensqualität auf dem Lande wesentlich höher ist heutzutage! Alleine der Lärm und Stress sollten das doch jedem klar machen. Was also zu leisten wäre. wären Hochgeschindigkeitsvorortzüge die Distanzen von 200 km in einer halben Stunden zurück legen. Zum Beispiel Elons Vacuum-Röhren wären da eine Lösung. Gebaut mit vielen Ausweichstellen, so daß die Leute von weit entfernten Wohnarealen nicht dauernd anhalten müssen für zusteigende Nahbewohner.
te36 09.05.2017
2. Praesentierobjekte
Zu kleine Wohnungen gab es ja schon immer. Jetzt gibt es sie halt in angeblich tres chic weil mit teurer Innenausstattung und offen und verwinkelt und mehrlagig. Besser wirds dadurch aber nicht. Das das alles Show ist merkt man sofort wenn man offene kleine Kuechen ohne Dunstabzugshabe aber mit super viel offen stehenden & haengenden Kuechenteilen sieht. Wer so etwas wirklich benutzt verstaenkert und verklebt sich die ganze Wohnung. Wenn schon neumodisch dann bitte mit kombinierter Kochzeile und Dusche. Beim Steak braten bitte die Dusche anmachen damit das Fett vom heissen Wasserdampf gebunden wird. Und nachher das Geschirr unter der Dusche waschen. Und natuerlich wie in ueberteuerten Hotelzimmern Glaswand zwischen Dusche und Wohnzimmer, da hat man dann super Fernsehprogramm. Alt & klein mit echten Tueren mag piefiger aussehen ist IMHO aber meist sinnvoller als diese Zoowohnungen.
marcus_tullius 09.05.2017
3. Käfighaltung
sollte nicht nur für Hühner verboten sein. Ich bin auch als Mensch mehr für freilaufende, biologisch gerechte Unterbringungsformen. Also nach Funktionen getrennte Räume, Deckenhöhe nicht unter drei Meter, zu öffnende Fenster, Möglichkeit zur Querlüftung und zumindest ein ruhiger kleiner Balkon, der nicht voll nach Norden zeigt.
tombrok 09.05.2017
4.
unsere Küche sieht so aus, ist trotzdem sehr sauber und das seit über zehn Jahren. Putzen, hohe Decken und lüften heißen die Zauberwörter. Mir sind geschlossene Schränke und Einbauküchen ein Graus; rechtfertigt für mich den minimalen Mehraufwand!
touri 09.05.2017
5.
Die erste Wohnung in der Bilderstrecke finde ich tatsächlich ganz schick! Wohne selber auf 32 m² mit Balkon, komme aber mit dem Platz auch ganz gut klar, dank ausklappbaren Bettsofa und hohen Schränken.
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