Arved Fuchs über Klimapolitik »Ich kann den Zorn der jungen Leute verstehen«

Arved Fuchs hat Sympathien für den Protest junger Menschen gegen die Klimapolitik. Der Polarforscher und Abenteurer heißt aber nicht jede ihrer Aktionen gut.
Polarforscher Fuchs: »Nur so habe ich Glaubwürdigkeit«

Polarforscher Fuchs: »Nur so habe ich Glaubwürdigkeit«

Foto: Christian Charisius / dpa

Gruppen junger Aktivisten machen mit drastischen Aktionen auf ihre Forderungen zum Schutz des Klimas aufmerksam. Was das Ziel angeht, bekommen sie die Unterstützung des Polarforschers und Abenteurers Arved Fuchs. In der Wahl der Mittel nicht immer.

»Dass Kunstwerke beschmiert werden, finde ich nicht gut. Ich finde es auch nicht gut, sich festzukleben«, sagte der 69-Jährige der Nachrichtenagentur dpa. »Aber ich kann den Zorn der jungen Leute verstehen.« Sie hätten das Gefühl, ihnen werde nicht zugehört.

Angesichts der Proteste bei der Räumung des Ortes Lützerath in Nordrhein-Westfalen, der dem Braunkohleabbau weichen muss, sagte Fuchs, er stelle infrage, ob Lützerath das richtige Symbol sei. Auf keinen Fall dürften Steine auf Polizisten geworfen werden. Auch Protest müsse immer auf Rechtsstaatlichkeit basieren. »Nur so habe ich Glaubwürdigkeit.«

Unmöglich sind aus Fuchs’ Sicht Äußerungen, wie sie vom früheren Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gekommen seien, die jungen Leute in die Ecke der RAF-Terroristen zu stellen. »Ein Berufspolitiker weiß um die Macht der Worte. Das ist nicht zufällig gesagt, das ist unanständig und perfide, weil er sie damit diskreditiert.«

wit/dpa
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