Augenblick Hochzeitsträume

DPA

Eine Frau posiert im indischen Vadia mit Hochzeitsgewändern. Die kleine Ortschaft im nördlichen Bezirk Banaskantha ist berüchtigt als Dorf der Sexarbeiterinnen. Lange Zeit war es hier Nachkommen von Prostituierten verwehrt, zu heiraten. Jetzt durften erstmals acht Frauen solcher Herkunft an einer Massenhochzeit teilnehmen. Weitere sollen folgen. Für die Angehörigen des ursprünglich aus Rajastan eingewanderten Stammes der "Sarania" ist Prostitution seit Generationen Tradition und die einzige Möglichkeit, sich den Lebensunterhalt zu verdienen. Eine Heirat bietet den Mädchen die Möglichkeit, gesellschaftliche Anerkennung zu finden und möglicherweise dem Kreislauf der Prostitution zu entgehen. Örtliche Behörden und Nichtregierungsorganisationen hatten seit Jahren Aufklärung betrieben, um diesen Schritt möglich zu machen.

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