Wut der Schwarzen Die Botschaft von Baltimore

Warren Savage gehörte einer der berüchtigsten Gangs Baltimores an und wurde zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Heute arbeitet er als Pfarrer mit schwarzen Jugendlichen. Für die Krawalle hat er eine Erklärung.

Warren Leon Savage: Vom Gangmitglied zum Pfarrer
Holger Stark

Warren Leon Savage: Vom Gangmitglied zum Pfarrer

Aus Baltimore berichtet


Warren Leon Savage, 55, steht auf den Stufen der Simmons-Memorial-Baptistenkirche, einen Block entfernt von den Polizeiketten, einen Block entfernt von den schwarzen Jugendlichen, die nur darauf warten, dass es losgeht, und zitiert Martin Luther King: "Randale ist die Sprache der Stimmlosen."

Eine Gruppe von Schwarzen trommelt und tanzt vor der Gemeinde, sie reden von Jesus und dem Herrgott, der helfen möge, über den Dächern von Baltimore versinkt die Sonne, bald werden wieder Flaschen fliegen und Tränengaskartuschen. Es ist Dienstagabend, in der Nacht zuvor stand Baltimore in Flammen, Provokateure von außerhalb seien es gewesen, das haben die Bürgermeisterin und die Polizei gesagt. Warren Savage lacht bitter. Er weiß es besser. Er kennt sie, die schwarzen Kids aus der Nachbarschaft, die die Feuer gelegt haben. Und er kennt ihren Zorn, die Wut, den Hass. Er war selber so.

"Es ging ums Überleben"

Savage ist in dem Problemviertel aufgewachsen, in dem am Montag der Aufstand von Baltimore begann, in einem der heruntergekommenen, kleinen Steinhäuser in der Division Street, vor dem tagsüber die Schwarzen auf der Holztreppe sitzen, um die Zeit tot zu schlagen. Savages Vater war Drogendealer, er starb im Gefängnis. Seine Mutter war Drogenabhängige, sie starb an Aids. Warren Savage lernte schon als Kind, wie teuer ein Gramm Kokain ist und wie man es abpackt.

Die Drogenkartelle fluteten Baltimore 1978 mit Crack und Kokain, und es veränderte alles. Savage stieg wie so viele Schwarze in der Nachbarschaft in den Handel mit Crack ein, sie kauften den Stoff von einem Großhändler in Manhattan, 15 Kilo, 20 Kilo, und verkauften es für das Vielfache des Preises weiter. Savage schätzt, dass er damals zwei Millionen Dollar im Jahr umsetzte. "Der Drogenhandel hat uns ein Leben ermöglicht, das sonst nicht möglich gewesen wäre", sagt er. "Es war jedes Risiko wert, auch das, verhaftet zu werden oder zu sterben."

Aber die Drogen zerstörten auch die sozialen Milieus und die Nachbarschaft, die einst ein intaktes Milieu schwarzer Arbeiter war. Familien, die es sich leisten konnten, zogen in die Vorstädte, die Häuser zerfielen oder wurden von Drogenhändlern okkupiert. Über den Nordwesten von Baltimore legte sich ein morbider, zerstörerischer Schleier, den weder die Polizei noch die Politik lüften konnte.

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Ausschreitungen in Maryland: Randale in Baltimore
Savages Gruppe nannte sich die "Stanfield-Gang", nach einer Familie, die für viele Morde verantwortlich war. Die Gang, die als Vorlage für die Fernsehserie "The Wire" diente, war zeitweilig so mächtig, dass die Post in manchen Straßenzügen um Erlaubnis bitten musste, Briefe zustellen zu dürfen. Zu den führenden Köpfen zählte Savages Jugendfreund Marlow Bates, dessen Geschichte sich in der Figur des Marlo Stanfield in "The Wire" wiederfindet.

1979 wurde Savage als 19-Jähriger zusammen mit sieben seiner Freunde verhaftet und drei Jahre später zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt. Savage lächelt fein, als er die Delikte auflistet, für die ihn das FBI belangte: Beihilfe zum Mord und Drogenhandel. Man kann sein Lächeln so interpretieren, dass die Ermittler wohl nur einen Teil seiner Taten aufgeklärt haben.

1994 wurde Savage entlassen und stieg erneut in den Drogenhandel ein. Ein Jahr später fand ihn ein Obdachloser in einer Blutlache auf dem Bürgersteig, mit Einschusslöchern in Magen und Arm. Ein anderer Drogenhändler hatte ihn niedergeschossen, Revierkämpfe. Savage überlebte nur knapp. Für ihn war es ein Erweckungserlebnis. "Ich habe dem Herrgott gesagt, wenn er mir mein Leben schenkt, dann schenke ich ihm meines", sagt er. Er holte den Highschool-Abschluss nach, heute studiert er Theologie an der Virginia-Union-Universität und führt in Baltimore ein kleines Geschäft zur Restauration von Möbeln.

Perspektivlosigkeit, Wut und Paranoia

Die Stanfield-Gang gibt es nicht mehr, aber die Probleme sind noch immer die gleichen. Savage steht auf der Pennsylvania Avenue und zeigt auf das Haus gegenüber von der Baptistenkirche, das bis auf einen Tante-Emma-Laden unbewohnt ist und zerfällt. Er schätzt, dass heute etwa tausend Häuser im Viertel leer stehen, die Spekulanten lassen sie lieber zerfallen, als sie zu renovieren. In vielen Wohnungen ist das Wasser abgestellt, weil die Bewohner die Rechnung nicht bezahlen können, öffentliche Schwimmbäder gibt es in diesem Teil Baltimores kaum. "Die Stadt interessiert sich nicht für unser Viertel", sagt er, "sie interessiert sich nur für Profite."

Savage war am Montag dabei, als der Zorn ausbrach, erst bei der Beerdigung von Freddie Gray und dann auf der Pennsylvania Avenue, bis nach Mitternacht hat er die Krawalle beobachtet. Der Tod von Gray sei nur die Kulmination von vielem gewesen, von Armut, Hoffnungslosigkeit und tief verwurzeltem Rassismus. Man habe es schon auf dem Friedhof geradezu körperlich spüren können, in der Luft habe eine Mischung gelegen aus Perspektivlosigkeit, Wut und Paranoia, sagt er. Die Atmosphäre hat ihn an 1968 erinnert, an die Straßenkämpfe nach dem Tod von Martin Luther King. "Viele der Jugendlichen, die am Montag dabei waren, haben die Hoffnung aufgegeben, den 21. Geburtstag lebend zu erreichen", sagt er und hebt die Arme gen Himmel. "Ich habe früher auch so gedacht."

Und noch ein Faktor, glaubt Savage, spielte eine Rolle: die Väter der schwarzen Randalierer. "Die meisten Väter der Jugendlichen, die hier auf der Straße waren, sitzen für 30 oder 40 Jahre im Gefängnis", sagt er. "In die Proteste hat sich die Melodie dieser verurteilten Väter gemischt, die nun ihre Stimme erheben und ihren Söhnen sagen, dass sie nichts zu verlieren haben und sich Gehör verschaffen sollen."

Warren Savage hat sich oft "The Wire" angeschaut, er ist hin und her gerissen, wie er die Serie finden soll. Er möchte das Leben als Gangmitglied nicht heroisieren, er spricht häufig in der schwarzen Nachbarschaft und berichtet von seiner Vergangenheit, dreimal die Woche hilft er als Pfarrer in der Baptistengemeinde. Er hofft, dass er damit andere vor einem Schicksal wie seinem eigenen bewahren kann.

Über der Pennsylvania Avenue knattern drei Polizeihubschrauber, Savages Blick wandert über die leerstehenden Häuser zu den Demonstranten, er verschränkt die Arme, als wolle er sich schützen. "Ich unterstütze die Krawalle nicht, aber ich verstehe sie", sagt Savage. "Sie haben eine Botschaft gesandt. Nächste Woche wird hier wieder alles vorbei sein, aber die Armut und Verzweiflung bleiben."

Von Trayvon Martin bis Freddie Gray: Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA

Trayvon Martin: Der Nachbarschaftswächter George Zimmerman erschießt im Februar 2012 den 17-jährigen Afroamerikaner Trayvon Martin, weil er ihn verdächtig findet. Der Schüler ist unbewaffnet. Der Schütze erklärt vor Gericht, er habe in Notwehr gehandelt und wird freigesprochen. Landesweit brechen daraufhin schwere Proteste los. Präsident Obama sagt in der Debatte: "Hätte ich einen Sohn, er würde aussehen wie Trayvon Martin."

Ernest Satterwhite: Der 68-Jährige wird im Februar 2014 von dem Polizisten Justin Craven in seinem Auto in seiner Auffahrt erschossen. Die beiden hatten sich zuvor bei sehr langsamem Tempo eine Verfolgungsjagd geliefert. Der Beamte behauptet, Satterwhite habe nach seiner Waffe gegriffen. Craven wird später dafür angeklagt, in einen besetzten Wagen gefeuert zu haben.

Dontre Hamilton: Der psychisch kranke 31-Jährige wird im April 2014 in einem Park in Milwaukee von dem Polizisten Christopher Manney erschossen. Der Beamte gab hinterher an, dass er den Schwarzen abgetastet habe. Dabei habe Hamilton versucht, dessen Schlagstock zu entwenden. Deshalb habe er in Notwehr 14 Schüsse auf den Mann abgegeben. Der Polizist wurde zwar ein halbes Jahr später aus dem Dienst entlassen, aber nicht angeklagt.

Eric Garner: Der 43-Jährige stirbt im Juli 2014. Zuvor wird er von dem New Yorker Polizisten Daniel Pantaleo zu Boden gerungen, weil dieser ihn wegen des Verkaufs illegaler Zigaretten verhaften will. Ein Augenzeuge filmt die Szene mit seinem Handy. Darauf ist zu hören, wie Garner mehrfach ruft: "Ich kriege keine Luft!" Ein Geschworenengericht entscheidet später, dass der Polizist nicht angeklagt wird.

John Crawford: Der 22-Jährige stirbt in einem Supermarkt in dem Ort Beavercreek in Ohio. Sein Vergehen: Er nimmt ein Luftgewehr vom Regal. Die Polizei will Crawford mehrfach aufgefordert haben, die Waffe niederzulegen. Ein Überwachungsvideo zeigt jedoch, dass Crawford schon kurz nachdem sich die Polizei genähert hat, erschossen wird.

Michael Brown: Der Tod des 18-Jährigen löst monatelange Unruhen in Ferguson aus. Der Polizist Darren Wilson will den Unbewaffneten in Notwehr erschossen haben. Die Zeugenaussagen sind nicht eindeutig. Mehrere Augenzeugen gaben an, der junge Schwarze sei mit erhobenen Händen auf Wilson zugegangen. Als eine Grand Jury aus mehrheitlich weißen Laienrichtern urteilte, der weiße Polizist habe sich nichts zuschulden kommen lassen, eskalierte die Lage. Im ganzen Land kam es zu teilweise gewaltsamen Protesten.

Levar Johnes: Der Polizist Sean Groubert stoppt den 35-jährigen Schwarzen, weil er in seinem Wagen unangeschnallt fährt. Sekunden später feuert er mehrere Schüsse ab. Johnes überlebt den Zwischenfall im September 2014. Eine Videokamera zeichnet seine Frage auf: "Warum haben Sie auf mich geschossen?" Groubert wird gefeuert und muss sich vor Gericht wegen Körperverletzung rechtfertigen.

Tamir Rice: Der schwarze Junge stirbt im November 2014. Polizisten erschießen das Kind auf einem Spielplatz, weil sie seine Spielzeugwaffe nicht als Attrappe erkannten. Es vergehen nur Sekunden zwischen der Ankunft der Polizisten und den Schüssen. Einer Grand Jury werden demnächst die Beweise in dem Fall vorgelegt.

Rumain Brisbon: Der 34-Jährige wird im Dezember 2014 von einem weißen Polizisten erschossen. Der 30-jährige Mark Rine hatte den Schwarzen wegen des Verdachts des Drogenhandels in seinem Wagen verfolgt und zum Stoppen veranlasst. Er widersetzt sich seiner Verhaftung und greift dabei in seine Tasche. Das wird ihm zum Verhängnis: Der Polizist schießt – dabei hat Brisbon lediglich eine Tablettendose in der Tasche. Der Staatsanwalt beschließt, dass keine Anklage erhoben wird.

Charly "Africa" Leundeu Keunang: Der Obdachlose stirbt im März 2015 in Aurora im Bundesstaat Colorado. Den Schüssen geht ein Zusammenstoß in einem Viertel der Stadt voraus, wo viele Obdachlose leben. Die Polizisten sagen später, der Schwarze habe versucht, an eine ihrer Waffen zu gelangen.

Naeschylus Vinzant: Der 37-Jährige kommt ebenfalls im März in Aurora in Colorado ums Leben. Der Polizist Paul Jerothe schießt ihm in die Brust. Vinzant hatte zuvor seine elektronische Fußfessel abgelegt und damit seine Bewährungsauflagen verletzt. Der Schwarze hatte durchaus eine kriminelle Geschichte, war jedoch zum Zeitpunkt seines Todes unbewaffnet. Jerothe ist beurlaubt und wartet auf die Untersuchung des Falls.

Tony Robinson: Der 19-Jährige wird von dem 45-jährigen Polizisten Matt Kenny getötet. Die beiden gerieten Anfang März 2015 in heftigen Streit als der Polizist in eine Wohnung eindrang, in der der junge Schwarze sich angeblich aggressiv verhielt. Kenny gibt an, von Robinson angegriffen worden zu sein. Er ist von seinem Posten beurlaubt. Die Untersuchung gegen ihn läuft noch. Es ist bereits die zweite dieser Art. 2007 tötete er schon einmal einen Schwarzen. Damals wurde er freigesprochen.

Antony Hill: Der schwarze Air-Force-Veteran stirbt Anfang März 2015 im Alter von 27 Jahren in dem Ort Chamblee in Georgia. Er lief offenbar nackt und unbewaffnet durch ein Mehrfamilienhaus und klopfte an mehrere Wohnungstüren. Der Polizist Robert Olsen erschießt ihn. Eine Untersuchung des Falls läuft, Olsen ist beurlaubt.

Walter Scott: Der 50-Jährige stirbt Anfang April 2015 als er offenbar vor einem Polizisten flieht. Ein Augenzeuge dokumentiert in einem Video den Ablauf der Tat. Darin ist zu sehen, wie der weiße Polizist Michael Slager den Schwarzen von hinten achtmal in den Rücken schießt. Der 33-jährige Polizist ist wegen Mordes angeklagt - muss aber wohl nicht mit einer Todesstrafe rechnen. Er behauptet, Scott habe nach seinem Taser gegriffen.

Freddie Gray: Der 25-Jährige stirbt am 19. April 2015 an einer Wirbelsäulenverletzung, eine Woche nach seiner Festnahme. Die genauen Todesumstände sind unklar. Ein Handyvideo zeigt, wie die Beamten Gray auf einem Gehweg festhalten, bevor sie den vor Schmerz schreienden Mann zu einem Polizeibus tragen. Weil er nach dem Transport nicht mehr ansprechbar ist, wird er ins Krankenhaus eingeliefert und operiert. Später fällt er ins Koma. Sechs Beamte wurden vom Dienst suspendiert. Gray war vor seiner Ergreifung vor den Polizisten weggelaufen, diese hatten dann bei ihm ein Springmesser gefunden. Nach seiner Beerdigung brachen in Baltimore gewaltsame Unruhen aus.

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tailspin 30.04.2015
1. Insiderinfo
Gutes Stimmungsbild von der Situation. Das sieht nicht nach einer schnellen Loesung aus.
licorne 30.04.2015
2. Man darf nicht vergessen,
dass es 75% der Schwarzen viel besser geht als vor ~30 Jahren und die meisten in der Mittelschicht angekommen sind, eine Schule absolviert oder studiert haben. Diese sind alle aus den Problemvierteln weggezogen. Dazu kommt, dass die Industrie in Baltimore, wie in vielen anderen Städten zusammengebrochen ist. Zurück bleiben eine Gruppe, die es irgendwie nicht schafft, sich aus dem eigenen Elend zu befreien.
menkenke 30.04.2015
3. the wire
...und es ist zu gruselig, wenn man die Serie kennt. alles ist dort genau so beschrieben, wie es jetzt (wieder) zu Tage tritt. Lösungsansätze gibt es, aber sie fallen allesamt den kurzsichtigen Interessen von Gangstern (Gewinn, Macht), Spekulanten (Gewinn), Politikern (Macht, Ansehen), Medien (Auflage) und der Uninteressiertheit der (zunächst) Nichtbetroffenen zum Opfer. Todtraurig...
neanderspezi 30.04.2015
4. Wer glaubt, dass sich Randalierer der Aufarbeitung von Perspektivlosigkeit hingeben, hat eine sehr nette Vision
Für viele, die sich an der Randale in Baltimore beteiligen, ist vielleicht Perspektivlosigkeit ein durchaus erträglicher Zustand. Darin sich zu etablieren kostet kaum intellektuelle oder ätzenderweise gar physische Anstrengungen, erlaubt einen gepflegten Hass gegen die Gesellschaft und lässt durch Beteiligung am Gangunwesen Aufstiegsmöglichkeiten in einem mit Wohlbehagen und Reichtum assoziierten und durchaus geschätzten kriminellen Kastenwesen zu und damit eine besondere Art des Aufstiegs in einer Parallelgesellschaft, die nach Gebrauch effizienter Hilfsmittel mit Nadelstreifen und exquisiter Ausstattung unauffällig ihren Hass auf die Gesellschaft weiter kultivieren kann und dem Nachwuchs, neben der zu erwartenden Bequemlichkeit auch die Vorzüge kriminellen Establishments vorführen kann. Im Prinzip hat eine so ausgestattete Parallelgesellschaft eine ebenso streng eingehaltene hierarchische Struktur und legt sich auf keinen Fall Leistungsbereitschaft als erstrebenswerte Grundlage für einen Aufstieg aus einer sogenannten Perspektivlosigkeit zurecht. Hier werden andere Eigenschaften als adelnde Tribute wesentlich höher eingeschätzt und ein Feuerchen hier, ein Plündern da und ein Drogendeal dort rangieren auf der Skala anerkannter Aktivitäten für den Aufstieg im absolut oberen Bereich.
gandhiforever 30.04.2015
5. Thugs
Die Ueberpatrioten von rechts waren sich scyhnell einig, dass es sich bei den Krawallbruedern um Kriminelle/Gangster handelte, selbst der Praesident gebrauchte den Ausdruck. Doch so einfach ist es eben nicht. Als schwarze Halbwuechsige , unterprivilegiert und diskriminiert, am Montag die Schule verliessen, sahen sie vor der Schule mit Maschinenpistole bewaffnete "Ordnungskraefte". Wenn Halbwuechsige als Feinde behandelt werden, dann handeln sie auch so. Von den am Montag verhafteten Jugendlichen ist mehr als die Haelfte vorher nicht polizeibekannt gewesen. Heute nun soll der Bericht ueber die Umstaende zu Freddies Ermoedung herauskommen, Allerdings wird er der Oeffentlichkeit vorenthalten, nur die Justiz wird informiert . Man will wohl weitere Krawalle mittels Geheimhaltung unterdruecken. Die Polizei in Baltimore scheint des oefteren in Gewahrsam genommene Menschen auf eine spezielle Fahrt mitgenommen zu haben: http://www.dailykos.com/story/2015/04/29/1381184/-Freddie-Gray-only-the-latest-victim-of-Baltimore-s-rough-rides-in-police-vans# Die Herrschenden sollten nicht langsam sondern schnell einsehen, dass ihre Methoden von gestern heute nicht mehr hingenommen, hingenommen werden muessen. Wenn hier weiter geheimgehalten wird, dann kann das anderen, schlimme folgen, auch fuer Polizisten, haben. Mittlerweile haben sich Reaktionaere darauf verlegt zu behaupten, Freddie habe seine toedlichen Verletzungen selbst zu verantworten. Aber von den Typen ist nichts anderes zu erwarten. Irgendwie muessen sie ihren Rassismus ausleben.
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