Australien Vater wirft Kind von 58 Meter hoher Brücke

Entsetzen im australischen Melbourne: Ein Vater soll hier seine vierjährige Tochter von einer Brücke in die Tiefe geworfen haben. Das Mädchen wurde schwer verletzt und starb kurz darauf in einem Krankenhaus.


Melbourne - Augenzeugen berichteten, der Fahrer eines weißen Toyota Landcruiser sei während der Rush-Hour auf der West Gate Bridge in Melbourne ausgestiegen. Der Mann habe ein Kind auf dem Arm gehalten, das er kurz darauf über das Brückengeländer in den Yarra-Fluss warf.

"Das Kind wurde sehr schwer verletzt, Sanitäter versuchten, es wiederzubeleben", sagte ein Polizeisprecher. 50 Minuten lang kämpften die Mediziner um das Leben der kleinen Darcy - vergeblich. Das vierjährige Mädchen starb kurz nachdem sie ins Royal Children's Hospital gebracht worden war.

Nur eine Stunde später nahm die Polizei vor dem Bundesgericht in Melbourne einen 36-jährigen Tatverdächtigen fest. In seinem Auto saßen die Geschwister des getöteten Mädchens im Alter von sieben und knapp zwei Jahren. Ein Sprecher der Mordkommission sagte der Zeitung "Herald Sun", es sei möglich, dass sich die Kinder auch während der Tat im Auto befunden hätten.

Hintergrund der Geschehnisse ist möglicherweise ein Streit ums Sorgerecht für die Kinder, den die Eltern am Dienstag und Mittwoch vor Gericht ausgetragen hatten.

Am Donnerstag sollte sich der 36-jährige Arthur F. zu einer gerichtlichen Anhörung einfinden. Er erschien laut "Herald Sun" nicht. Ein Gerichtssprecher erklärte, der Tatverdächtige sei nicht in der Lage, auszusagen und gelte als suizidgefährdet.

ala/Reuters/dpa



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