Queensland Australier kriecht zwei Tage mit gebrochenem Bein durch die Wildnis

"So ein Bein wird schwer, wenn es mit nichts mehr verbunden ist": Ein Australier verbrachte zwei Tage schwerverletzt im Wald - und überlebte. Nun hat er verraten, wie er das geschafft hat.


Neil Parker würde sich selbst als erfahrenen Buschwanderer bezeichnen. Er hat laut eigenen Angaben einige der härtesten Wanderungen Australiens absolviert. Dass er nun ausgerechnet bei einer kurzen Trainingsrunde quasi vor der Haustür in größte Schwierigkeiten geraten ist, bezeichnete er selbst als "Worst Case Szenario".

Wie der britische "Guardian" unter Berufung auf australische Medien berichtet, war Parker nach einem Sturz mit erheblichen Verletzungen zwei Tage durch die Wildnis gekrochen, bis ihn ein Hubschrauber schließlich aus seiner misslichen Lage befreien konnte.

In der Gegend um Mount Nebo, nordwestlich von Brisbane, war Parker allein unterwegs gewesen, als er nach eigenen Angaben einen sechs Meter hohen Wasserfall herunterfiel. Dabei brach er sich ein Handgelenk und - deutlich problematischer - das linke Bein. "Glatt in zwei Teile, der komplette untere Teil meines Beines war nicht mehr verbunden", zitiert ihn das Blatt aus einem Krankenhaus in Brisbane.

Er habe das Bein dann mit seinen Wanderstöcken geschient, an Laufen war damit aber nicht zu denken. Nach eigenen Angaben besaß Parker auch keine Möglichkeit, Hilfe zu holen, da er sein Telefon bei dem Sturz verloren hatte.

Schmerzmittel im Rucksack machten die Rettung möglich

Also entschied er sich für die einzige Möglichkeit, aus der abgeschiedenen Gegend zu entkommen: Parker kroch los. "Ich konnte immer nur einen Meter vorwärtskommen, bis es zu viel wurde", so Parker. "So ein Bein wird schwer, wenn es mit nichts mehr verbunden ist", erklärte er weiter.

Ein Suchhubschrauber habe ihn mehrmals nicht entdeckt. Über zwei Tage legte Parker auf diese Weise rund drei Kilometer zurück, bis er zu einer Stelle kam, an der der Hubschrauber ihn einsammeln konnte.

Seine Wanderfreunde hätten sich immer über seinen beladenen Rucksack lustig gemacht, berichtet Parker. Dabei hätte ihm dieser in der Notlage gute Dienste geleistet. Neben Snacks hätten sich darin nämlich auch ausreichend Schmerzmittel befunden, um die Tortur in der Wildnis irgendwie durchzustehen.

jok

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