Nordrhein-Westfalen Pornofilm in Linienbus gedreht - Aufnahmen kursieren unter Schülern

In einem Linienbus in einer Kleinstadt in Nordrhein-Westfalen wurde während der Fahrt ein Pornofilm gedreht. Die Aufnahmen blieben monatelang weitgehend unbemerkt - bis sie in die Hände von Schülern gerieten.

Schüler an einem Busbahnhof in Bad Laasphe
Marius Becker/ DPA

Schüler an einem Busbahnhof in Bad Laasphe


Ein Pornofilm hat an einer Schule im nordrhein-westfälischen Bad Laasphe Aufsehen ausgelöst - denn der Drehort ist offenbar ein Linienbus, der durch die Kleinstadt fährt.

Das Video des Drehs kursiere unter Schülern, informierte das Städtische Gymnasium die Elternschaft. In der vergangenen Woche habe sie erfahren, dass der Film "von Handy zu Handy" gereicht werde, sagte die Schulleiterin Corie Hahn. Sie bat demnach die Eltern darum, die Mobiltelefone ihrer Kinder zu prüfen, problematische Inhalte zu löschen und das Gespräch zu suchen. Zuvor hatte die "Siegener Zeitung" berichtet.

Demnach wurde der Film bereits vor mehr als einem Jahr in einem Bus der örtlichen Verkehrsbetriebe gedreht. Während der Aufnahmen mit zwei Darstellern fährt der Bus durch die Stadt. Später habe der Fahrer sich auch aktiv an den pornografischen Inhalten beteiligt.

"Ich habe da selbst nur ganz kurz reingeguckt und schnell genug gehabt", sagte Klaus-Dieter Wern, Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd. "Wer so was betreibt, der fährt bei mir keinen Omnibus mehr." Der Busfahrer arbeitete demnach für ein von den Verkehrsbetrieben beauftragtes Subunternehmen und wurde umgehend nach Bekanntwerden seines Filmauftritts "vom Liniendienst entbunden".

Der Zeitung zufolge hätten sich Schüler bei ihren Lehrern beschwert und gesagt, dass sie sich weigern würden, den Bus zu betreten. Den Verkehrsbetrieben zufolge wurde der Bus gereinigt - und soll zudem nun nicht mehr in der Kleinstadt eingesetzt werden.

cop/dpa

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