Bärenattacke Grizzly tötet Touristen

In Alaska hat ein Grizzly einen Nationalparkbesucher getötet und teilweise verschlungen. Der Kalifornier hatte, kurz bevor er angegriffen wurde, Fotos von dem Tier gemacht. Ersten Erkenntnissen zufolge ging er dabei zu dicht an den Bären heran.

Zwei Bären im Denali National Park in Alaska
AP

Zwei Bären im Denali National Park in Alaska


New York - Ein 49-jähriger Kalifornier aus San Diego hatte im Denali National Park in Alaska einen Bären entdeckt und ihn aus etwa 90 Metern Entfernung fotografiert. Das Tier griff den Touristen daraufhin an und tötete ihn.

Wanderer entdeckten am Freitag in der Nähe des Toklat-Flusses einen Rucksack und blutverschmierte, zerrissene Kleidung neben der Leiche - außerdem eine Kamera. Die Polizei analysierte die Bilder und konnte daraus ableiten, wie sich der Unfall zugetragen hatte.

Demnach wagte sich der Mann viel zu nah an den Bären heran. Die empfohlene Distanz liegt bei etwa 280 Metern. Wie die "Los Angeles Times" am Montag berichtet, war aus den Fotos ersichtlich, dass der Bär den Touristen nicht bemerkt hatte und überrascht wurde. Nachdem er den Mann getötet hatte, schleppte er die Leiche etwa 140 Meter weit zu seinen Vorräten, die er im Gestrüpp versteckt hatte. Dort verteidigte er seine Beute, als die Wildhüter ihn aufspürten.

Ein Park Ranger erschoss das etwa 270 Kilogramm schwere Tier. Laut einer Sprecherin der Anlage war dies die erste tödliche Begegnung zwischen einem Bären und einem Menschen in der Anlage. Der Tourist hatte drei Nächte in einem Zelt übernachtet. Die Parkverwaltung sperrte das Gelände vorübergehend für Besucher.

ala/dpa



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