Jagd in den USA Vier Bären an Überdosis Schokolade gestorben

45 Kilogramm Schokolade und Donuts hat ein Jäger im US-Bundesstaat New Hampshire ausgelegt, um Bären zu ködern. Vier Tiere starben nach dem Mahl. Jetzt wird über eine Änderungen des Jagdgesetzes debattiert.

New York - Im US-Bundesstaat New Hampshire sind vier Bären an einer Überdosis Schokolade gestorben. Wie der "Concord Monitor" berichtet , hatte ein Jäger an einem Waldrand etwa 45 Kilogramm Schokolade und Donuts als Köder für die Tiere ausgelegt. Kurze Zeit später wurden in wenigen Metern Entfernung vier tote Tiere entdeckt - zwei Bärinnen und zwei Bärenjunge.

Eine Untersuchung der Tiere ergab, dass sie an Herzversagen infolge einer Vergiftung mit Theobromin, einem natürlichen Bestandteil von Schokolade, verendet waren. Die Theobrominvergiftung, auch Schokoladenvergiftung genannt, ist vor allem von Hunden und Katzen bekannt.

Die Bären waren bereits im vergangenen September gestorben - aber ihr Tod hat nun eine Debatte über Jagdgesetze in dem US-Bundesstaat ausgelöst: Dem Zeitungsbericht zufolge wird in der Jagdbehörde über neue Regelungen für Schokoladen-Mengen in Köderstellen nachgedacht.

"Im Endeffekt kann Schokolade immer giftig sein", zitiert der "Concord Monitor" den Bären-Experten Andrew Timmins von der Behörde. "Es hängt von der Menge ab." Der Jäger soll bereits 15 Jahre Erfahrung im Köderauslegen gehabt haben. Er habe die Tiere wohl nicht absichtlich getötet und dieselbe Schokolade auch an anderen Orten ausgelegt.

Dass Bären an Schokoladenverzehr sterben können, ist der Behörde seit 2011 bekannt. Um ähnlich Vorfälle - auch bei anderen Tieren - in Zukunft zu vermeiden, sei es der beste Weg, eine Vergiftung durch Schokolade von vornherein auszuschließen, sagte Timmins. "Die Schokolade gehört aus den Wäldern verbannt."

aar/dpa