Bahamas nach Hurrikan "Dorian" Luftaufnahmen zeigen Ausmaß der Zerstörung

Nach und nach dringen Helfer auf den Bahamas in die Gebiete vor, in denen Hurrikan "Dorian" schwerste Verwüstung angerichtet hat. Die Zahl der Todesopfer steigt. Laut Uno brauchen 70.000 Menschen dringend Hilfe.

Al Diaz/Miami Herald/ AP

Nach dem verheerenden Hurrikan "Dorian" benötigen auf den nördlichen Inseln der Bahamas rund 70.000 Menschen sofortige Hilfe. Auf den Abaco-Inseln und Grand Bahama sei es zu "enormer Verwüstung" gekommen, sagte Uno-Nothilfekoordinator Marc Lowcock bei einem Kurzbesuch auf den Bahamas. Die Bevölkerung brauche ersten Bestandsaufnahmen zufolge dringend Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte.

Bislang seien die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, weil die Flughäfen überschwemmt oder beschädigt seien. Auch Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden.

Die Bahamas seien ein relativ wohlhabender Inselstaat, doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe - die fast ein Fünftel der Bevölkerung betreffe - sei auch Hilfe von außen nötig, sagte Lowcock. Die Vereinten Nationen hätten eine Soforthilfe von einer Million Dollar zur Verfügung gestellt, das sind umgerechnet etwa 900.000 Euro.

Video: Luftaufnahmen zeigen Verwüstung

ADAM STANTON/ US COAST GUARD HANDOUT/ EPA-EFE/ REX

Teile der Inseln sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keine Stromversorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten. Lowcock sagte, es sei daher zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer "bedeutend ansteigen" werde.

Die Regierung sprach zuletzt von 20 Toten. Die Such- und Rettungseinsätze auf den betroffenen Inseln hätten aber gerade erst begonnen, sagte Gesundheitsminister Duane Sands.

"Dorian" war als Hurrikan der höchsten Kategorie auf die Bahamas getroffen und hatte lange über den nördlichen Inseln verharrt. Für die Bahamas war es der stärkste Wirbelsturm seit Beginn der modernen Aufzeichnungen. Nachdem er den Inselstaat nun verlassen hat, wird nach und nach das Ausmaß der Zerstörung deutlich.

Luftaufnahmen zeigten auf der nördlichen Insel Great Abaco weitläufig verwüstete Landstriche, die unter Wasser standen, massenhaft zerstörte Häuser und Gebäude in Trümmern. Erst nach und nach rückten Helfer in die betroffenen Gebiete dort und auf Grand Bahama vor.

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Hurrikan "Dorian" auf den Bahamas: "Katastrophale Zerstörung"

US-Präsident Donald Trump sicherte der Regierung der Bahamas "alle angemessene Hilfe" der USA zu. Trump habe in einem Telefonat mit Premierminister Hubert Minnis auch sein Beileid ausgedrückt für die Opfer und für die von dem Wirbelsturm verursachte "katastrophale Zerstörung", erklärte das Weiße Haus am Mittwochabend. Trump und Minnis wollten demnach in Kontakt bleiben, um eine möglichst effiziente Hilfe aus den USA sicherzustellen.

Die US-Küstenwache ist bereits mit acht Helikoptern auf den Inseln südöstlich des US-Bundesstaats Florida im Einsatz. Auch das Rote Kreuz und andere Helfer haben mit Einsätzen begonnen, nachdem der Hurrikan am Dienstagabend in Richtung Florida abgezogen war.

aar/dpa/AFP

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