Störungen behoben Bahnverkehr normalisiert sich nach Brandanschlägen 

In fünf Bundesländern hatten Unbekannte den Zugverkehr auf einigen Strecken lahmgelegt, möglicherweise aus politischen Gründen. Inzwischen sind die gröbsten Schäden behoben.

Polizist am Berliner S-Bahnhof Treptower Park
DPA

Polizist am Berliner S-Bahnhof Treptower Park


Die Störungen an Bahnstrecken sind nach den Brandanschlägen vom Montag überwiegend behoben. In Hamburg und Schleswig-Holstein kommt es auf der Linie RE80 zwischen Hamburg und Lübeck noch zu Ausfällen. Die Züge der Linie RE81 fahren zwischen Hamburg und Ahrensburg nur bis Hamburg-Rahlstedt. Auf der restlichen Strecke werden Busse eingesetzt.

Auch in Berlin kommt es noch vereinzelt zu Einschränkungen. Auf den S-Bahn-Linien S8, S85 und S9 läuft der Verkehr noch nicht reibungslos. In Nordrhein-Westfalen gibt es zwischen Köln-Mühlheim und Opladen noch Verzögerungen.

In der Nacht zum Montag hatten Unbekannte in Berlin, Hamburg, Köln, Dortmund, Leipzig und im niedersächsischen Bad Bevensen Brandanschläge an Bahnstrecken verübt. Die Art der Zerstörung war überall ähnlich. Es soll sich in insgesamt 13 Fällen um Kabelbrände gehandelt haben, die Störungen an Signalanlagen auslösten.

Einen politischen Hintergrund schloss die Polizei mit Blick auf den G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg nicht aus. Der für politisch motivierte Taten zuständige Staatsschutz hat die Ermittlungen aufgenommen. Es würden derzeit gesicherte Spuren ausgewertet und Zeugen befragt, sagte eine Sprecherin des in Sachsen zuständigen Operativen Abwehrzentrums (OAZ). Im Norden gebe es keine neuen Hinweise auf die Täter, sagte ein Sprecher der Bundespolizei Hannover. Auch die Bundespolizei in Dortmund und die Polizei Berlin haben bisher keine neuen Erkenntnisse.

asz/dpa



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fredderfarmer 20.06.2017
1. Update
Bin eben mit einem der wenigen Züge, die noch fahren (natürlich stark verspätet) an den kaputten Kabeln der Strecke Lübeck-Hamburg vorbei gefahren. Ich hatte eigentlich erwartet, daß dort ein Arbeitertrupp rund um die Uhr im Einsatz ist, um den Schaden schnellstmöglich zu beheben, und was ist? Nichts. Kein Arbeiter weit und breit zu sehen und die Kabel liegen da offen rum.
theos001 20.06.2017
2.
@1 und das soll nun verwunderlich sein? Bei einem Dutzend beschädigter Stellen werden die Trupps, die für solche Reparaturen ausgebildet sind, ausgelastet sein. Das ganze war gestern. Es dauerte bis in den Abend das Vodafone bei uns wieder Netz hatte (hast sicherlich mitbekommen das es durch die Brände Netzausfälle gab). Ein wenig Geduld sollte man schon aufbringen können. Es sind auch nur Menschen.
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