Vermeintlicher Bezug zu Kinderpornografie Balenciaga-Chef und Designer entschuldigen sich für Werbekampagnen

Die Luxusmodemarke Balenciaga steht wegen Werbefotos in der Kritik, die Assoziationen zu Kindesmissbrauch weckten. Kreativdirektor Demna spricht nun von einer falschen künstlerischen Entscheidung.
Balenciaga-Laden in London: Ein »Image Board« soll künftig über Inhalte wachen

Balenciaga-Laden in London: Ein »Image Board« soll künftig über Inhalte wachen

Foto:

Ed Reeve / IMAGO

Der Kreativdirektor und der Vorstandsvorsitzende des französischen Modehauses Balenciaga haben sich für umstrittene Werbung des Unternehmens entschuldigt. Gleich zwei Fotoproduktionen hatten in den vergangenen Wochen für scharfe Kritik gesorgt, weil sie unangemessene Bezüge zu Kindesmissbrauch aufwiesen.

»Ich möchte mich persönlich für die falsche künstlerische Entscheidung für das Konzept für die Geschenkkampagne mit den Kindern entschuldigen«, teilte Kreativdirektor Demna Gvasalia, bekannt als Demna, in einer Instagram-Botschaft mit.

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Zudem gab das Label eine von Geschäftsführer Cedric Charbit unterzeichnete Erklärung heraus, in der neue interne Prozesse beschrieben werden, wie etwa die Ernennung eines »Image Boards« zur Bewertung von Inhalten. Reality-TV-Star Kim Kardashian, Galionsfigur der Marke, hatte zuvor angekündigt, ihre Beziehungen zu dem Label zu überdenken.

Doch keine Beschwerde wegen der Dokumente

In der einen Kampagne warb das Label im vergangenen Monat für eine Geschenkkollektion und bildete eine Handtasche in Form eines ausgestopften Teddybären mit fesselnden Riemen ab, die von Kindern gehalten wurden. Eine zweite, separate Kampagne für die Frühjahrskollektion 2023 enthielt Papiere mit dem Text eines Urteils aus dem Jahr 2008 zum Thema Kinderpornografie.

Anfang dieser Woche hat sich Balenciaga bereits entschuldigt und mitgeteilt, dass die Untersuchungen zu den Werbekampagnen noch andauerten. Die Papiere mit dem Gesetzestext über Kinderpornografie stammten von einem externen Dienstleister, das Unternehmen gehe dagegen juristisch vor, hieß es . Ein Rechtsstreit von Millionenwert stand im Raum.

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In der Erklärung vom Freitag wird Balenciaga-Chef Charbit nun jedoch mit den Worten zitiert, das Label habe beschlossen, den Rechtsstreit nicht weiterzuverfolgen. Er wolle sich persönlich entschuldigen und die Verantwortung übernehmen.

apr/Reuters
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