Thüringen Flugzeugwrack der Wehrmacht geborgen

Die Wrackteile eines im Zweiten Weltkrieg abgestürzten Flugzeugs sind im thüringischen Ballhausen freigelegt worden. Dass die Maschine nicht in kleinste Splitter zerbrach, lag offenbar am Absturzort.

Martin Schutt/ DPA

Ein Team von ehrenamtlichen Helfern hat in Thüringen das Wrack eines abgestürzten deutschen Jagdflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg geborgen. "Eine solche Größe und Qualität der Wrackteile gibt es in Deutschland kaum", sagte der Gebietsreferent des Landesamts für Denkmalpflege und Archäologie, Christian Tannhäuser.

Das Wrack wurde im Juni bei Ballhausen nahe Erfurt gefunden. Es bleibe vorerst zur wissenschaftlichen Untersuchung in einer Halle der Gemeinde. Was danach damit geschehen soll, ist noch nicht entschieden.

Normalerweise zerschellen Flugzeuge beim Absturz in viele kleine Splitter. Warum die Überreste noch in einem derart guten Zustand seien, liege am Absturzort, sagte Tannhäuser: "Der Jäger ist in ein ehemaliges Feuchtgebiet gestürzt und hat sich acht Meter tief in die Erde gebohrt." Die Experten gehen davon aus, dass der Pilot den Absturz überlebte, da er rechtzeitig den Absprung schaffte.

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Ballhausen: Überreste einer Messerschmitt Me 109

Bei dem Flugzeug handelt es sich den Angaben zufolge um eine Messerschmitt Me 109 der Wehrmacht. Verschiedene Hinweise und Augenzeugenberichte hätten zu dem Fund geführt, sagte Tannhäuser.

Im Video: Absturz am letzten Tag des Krieges - Das Geheimnis der P47 im Traunsee

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cop/dpa



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