Angeblich mehr als 100 km/h Güterzug rollt ungebremst durch Bayern

In Bayern haben bei einem Güterzug die Bremsen versagt: Die Lok und die Waggons rollten Dutzende Kilometer ungebremst Richtung Donautal.

Güterzug in Neumarkt in der Oberpfalz (Symbolbild)
Armin Weigel/ DPA

Güterzug in Neumarkt in der Oberpfalz (Symbolbild)


In Bayern ist ein Güterzug ungebremst auf dem Weg aus dem böhmischen Wald in Richtung Wiesau in der Oberpfalz gerollt. Der Lokführer eines privaten Zugunternehmens habe den Mitarbeitern im Stellwerk signalisiert, dass es keine Bremswirkung gebe und um Hilfe gebeten, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn.

Ein Unfall habe wegen der schnellen Reaktion mehrerer Fahrdienstleiter entlang der Strecke verhindert werden können. Sie hatten dem ungebremsten Zug auf der zweigleisigen Strecke Platz gemacht. Sie stellten die Signale an der Strecke so ein, dass der Zug nach mehr als 80 Kilometern schließlich ausrollen konnte und zum Stehen kam.

Warum der Zug bei seiner Fahrt auf der leicht abschüssigen Strecke am vergangenen Donnerstag nicht bremsen konnte, wird derzeit untersucht. Auch die Bundespolizei ist involviert und ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr.

Der "Münchener Merkur" zitiert den Geschäftsführer des betroffenen Bahnunternehmens, der von einer "Fehlhandlung zweier Lokführer" spreche. Ein technisches Versagen sei auszuschließen. Eine Bestätigung für diese Angaben gibt es bislang nicht.

Der Zeitung zufolge war der Zug teilweise mehr als hundert Kilometer pro Stunde schnell. Er sei mit Holz beladen gewesen.

apr/dpa

Mehr zum Thema


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.