Beatles-Gitarre nicht versteigert Keiner will sie genug

Beatles-Gitarrist George Harrison spielte sie in Liverpool und Hamburg - nun sollte die "Futurama"-Gitarre versteigert werden. Doch letztlich kam sie noch nicht unter den Hammer: Das geforderte Mindestgebot blieb aus.

Axel Heimken/ DPA

George Harrison pries das Instrument einst als "großartig" - dennoch wurde die "Futurama"-Gitarre des Beatles-Gitarristen vorerst nicht verkauft. Bei einer Versteigerung des Auktionshauses Bonhams in London konnte das gute Stück den geforderten Mindestpreis von 200.000 Pfund (etwa 225.000 Euro) nicht erreichen. Das höchste Gebot lag bei 190.000 Pfund.

Auf dem Instrument spielte Harrison unter anderem bei den Hamburger Auftritten der "Pilzköpfe" Ende der Fünfziger- und Anfang der Sechzigerjahre.

Für die E-Gitarre des tschechoslowakischen Herstellers Drevokov, 1959 von Harrison erworben, hatte das Auktionshaus Bonhams eigentlich mit einem Preis zwischen 200.000 und 300.000 Pfund gerechnet.

Zur Versteigerungsware gehörten auch zwei Ausgaben des Magazins "Beat Instrumental", in dem die Gitarre 1964 in einem Preisausschreiben ausgelobt war. Der Gewinner des Preisausschreibens hatte damals aber einen Geldwert der Gitarre vorgezogen, den ihm der Herausgeber des Magazins angeboten hatte. Ein Verwandter des Herausgebers hatte die "Futurama" jetzt in die Auktion gegeben.

Dem Magazin zufolge kam das Instrument in den Anfangsjahren der britischen Band bei Auftritten im Cavern Club in Liverpool und in Hamburger Nachtlokalen zum Einsatz.

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Beatles-Gitarre: Kein neuer Besitzer für ein "großartiges" Instrument

Harrison beschrieb im Interview mit "Beat Instrumental" das Spiel auf der "Futurama" als Vergnügen: "Es ist eine großartige Gitarre", sagte er.

Im September 2018 war bereits eine andere Gitarre Harrisons unter den Hammer gekommen. Die in Australien hergestellte "Maton Mastersound MS-500" hatte für 347.000 Pfund (etwa 390.000 Euro) den Besitzer gewechselt.

Der Beatle-Gitarrist Harrison starb 2001 im Alter von 58 Jahren an den Folgen von Kehlkopfkrebs.

cop/dpa

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