Beliebteste Vornamen Soviel Sophie wie nie

Die Deutschen sind kreativ? Nicht bei der Namenswahl für ihre Kinder: Im Trend bleiben traditionelle Varianten, allerdings gibt es im Ranking der Erstnamen für Jungs einen neuen Spitzenreiter.
Sophie und Maximilian bleiben Dauerbrenner in Deutschlands Sandkästen

Sophie und Maximilian bleiben Dauerbrenner in Deutschlands Sandkästen

Foto: Patrick Pleul/ dpa

Maximilian und Sophie oder Sofie bleiben die beliebtesten Vornamen in Deutschland. Dahinter folgen auf der Hitliste für 2015 ebenfalls wie im Vorjahr Alexander und Marie, wie die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) mittelte. Auf Platz drei landeten Elias und Sophia/Sofia.

Betrachtet man allerdings nur die Erstnamen, hat sich auf der Beliebtheitsskala einiges getan: Jonas sprang von Platz sieben auf Position eins, nachdem im Vorjahr noch Luis/Louis die Liste angeführt hatte. Beim ersten Vornamen für Jungen rangieren auf den Plätzen zwei und drei Maximilian und Ben. Bei den ersten Mädchenvornamen übernahm Mia die Führung und löste Hanna/Hannah ab - dieser Name liegt nun auf Platz drei, hinter Emma.

60.000 verschiedene Namen gemeldet

Da viele Eltern ihren Kindern mehrere Vornamen geben, haben die Wiesbadener Sprachforscher unterschiedliche Listen erstellt. Gezählt werden zum einen alle bei den Standesämtern angegebenen Namen, also bei einem Kind mit mehreren Vornamen alle Nennungen. Daneben listet die GfdS auch den jeweils als ersten aufgeführten Namen auf.

Die Sprachpfleger haben die Daten von etwa 650 Standesämtern mit insgesamt knapp 940.000 übermittelten Namenseintragungen für ihre Listen ausgewertet. Damit erfassten sie nach eigenen Angaben mehr als 90 Prozent aller im vergangenen Jahr vergebenen Vornamen. Insgesamt seien knapp 60.000 verschiedene Namen bei den Standesämtern gemeldet worden.

Seit dem Jahr 1977 ermitteln die Wiesbadener Forscher die am häufigsten vergebenen Vornamen in Deutschland. Da es in Deutschland keine amtliche Namensstatistik gibt, wird das Statistische Bundesamt die Hitliste der GfdS nun auch in sein Jahrbuch aufnehmen.

mxw/dpa
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