Missouri Krawalle nach tödlichen Polizeischüssen bei Ferguson

Im US-Bundesstaat Missouri hat ein Polizist einen Mann erschossen, der eine Waffe auf ihn gerichtet haben soll. Laut einem Zeitungsbericht handelt es sich bei dem Toten um einen schwarzen Teenager. Es kam zu Protesten.


St. Louis - Unweit der US-Stadt Ferguson im Bundesstaat Missouri hat ein Polizist laut der Zeitung "St. Louis Post-Dispatch" einen schwarzen Jugendlichen erschossen. Es handele sich um einen 18-Jährigen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Mutter des jungen Mannes.

Die Polizei bestätigte die tödlichen Schüsse, machte aber keine Angaben zur Identität des Opfers. Bei einer Routinekontrolle am späten Dienstagabend sei ein Polizist bei einer Tankstelle in dem Ort Berkeley auf zwei Personen aufmerksam geworden, teilte die Polizei mit. Der Polizist habe sein Auto verlassen, einer der Männer habe eine Pistole gezogen und auf den Polizisten gerichtet. Dieser habe um sein Leben gefürchtet und mehrere Schüsse abgegeben. Der zweite Mann sei geflüchtet.

Laut Polizei wurde eine Untersuchung eingeleitet, die Waffe des Toten sei vor Ort sichergestellt worden.

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Berkeley: Protest bei Tankstelle
Bei der Tankstelle kam es am Mittwochmorgen zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizisten. Je nach Quelle schwanken die Angaben zur Größe der wütenden Menschenmenge zwischen Dutzenden ("St. Louis Post-Dispatch") und 200 (TV Sender NBC).

Berkeley liegt in direkter Nachbarschaft zu Ferguson, wo im August der unbewaffnete Schwarze Michael Brown von einem Polizisten erschossen worden war. Eine Grand Jury entschied sich gegen eine Anklage des Sicherheitsmannes. Der Fall löste landesweit Proteste aus.

hut/dpa/AP



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