DER SPIEGEL

Besetztes Haus in Berlin Brennende Barrikaden und fliegende Steine

Vor einer geplanten Brandschutzprüfung kam es in der Rigaer Straße in Berlin-Friedrichshain zu Krawallen. Rund 60 Polizisten sollen verletzt worden sein. Der Konflikt könnte in den nächsten Tagen weitergehen.

Der Konflikt um das teilbesetzte Haus in der Rigaer Straße 94 in Berlin-Friedrichshain spitzt sich zu. Am Donnerstag soll hier eine Brandschutzprüfung stattfinden. Nachdem ein Eilantrag der Bewohner dagegen juristisch gescheitert ist, kündigten Mitglieder der linksradikalen Szene Widerstand an.

Thomas Kirstein, Sprecher der Berliner Feuerwehr

»Ja, wir sind gegen 10.45 Uhr heute Morgen alarmiert worden, zu einem Brand, brennende Barrikaden auf der Straße. Bei unserem Eintreffen war die Polizei hier schon vor Ort, hat den Bereich als nicht sicher eingestuft. Und das ist dann für die Feuerwehr das Zeichen, dass wir abwarten, bis die Polizei uns Sicherheit gewährt.«

Michael Gassen,

»Wir hatten ja Einsatzkräfte schon in dem Bereich, um die Allgemeinverfügung vorzubereiten, die ab morgen gilt, um die Begehung des Brandschutzbeauftragten zu ermöglichen. Hierbei wurden meine Kolleginnen und Kollegen gezielt attackiert, teilweise von Dächern aus wurden Steine geworfen. Aber auch auf der Straße sind die Straftäter vorgegangen. Es gibt verletzte Einsatzkräfte, die wir zu beklagen haben.«

Eine spätere Bilanz laut Polizei: rund 60 verletzte Beamte. Später löschte sie die Feuer und räumte die Barrikaden weg. Am Nachmittag kontrollierte die Polizei die umliegenden Dächer, um sicherzugehen, dass von dort keine gelagerten Steine herabfallen.

Von Mittwochnachmittag bis Freitagabend verhängte die Polizei nun eine Sperrzone mit einem Demonstrationsverbot um das Haus. Zugang zum abgesperrten Bereich haben nur Anwohner.

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