Tödlicher Unfall in Berlin Anwalt des SUV-Fahrers gibt Stellungnahme ab

Nach dem SUV-Unfall mit vier Toten in Berlin verdichten sich die Hinweise darauf, dass der Fahrer unter gesundheitlichen Problemen litt. Einem Bericht zufolge sprach nun auch sein Anwalt davon.

Blumen an der Unfallstelle: Zwei junge Männer, eine ältere Frau und ein dreijähriger Junge kamen ums Leben
Michele Tantussi/ Getty Images

Blumen an der Unfallstelle: Zwei junge Männer, eine ältere Frau und ein dreijähriger Junge kamen ums Leben


Anderthalb Wochen ist es her, dass ein SUV-Fahrer an einer Kreuzung in Berlin-Mitte von der Straße abkam und vier Menschen auf dem Gehweg überfuhr. Wie genau es dazu kommen konnte, ist noch immer unklar. Nun hat der Anwalt des Fahrers der Berliner Staatsanwaltschaft eine erste Stellungnahme vorgelegt. Das berichtet der RBB.

Der Anwalt habe in dem Schreiben "in der Tat bestätigt, dass eine akute gesundheitliche Problematik Ursache des Unfall gewesen sein könnte", sagte der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft am Montagabend der RBB-Abendschau. "Die Hinweise und Spekulationen, wie sie von Anfang an bestanden, haben sich derzeit weiter konkretisiert."

Nach dem Unfall am 6. September hatte die Beifahrerin der Polizei einen Hinweis auf einen möglichen epileptischen Anfall des Fahrers gegeben. Die Polizei durchsuchte am Freitag in dem Zusammenhang die Wohnung des Fahrers und stellte Beweismittel sicher. Ob die Staatsanwaltschaft Medikamente oder auch Computer und Handys beschlagnahmte, ist nicht bekannt.

Gegen den Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. In die Patientenakte des Mannes kann die Polizei nicht einsehen, weil für die Akte wegen der ärztlichen Schweigepflicht ein sogenanntes Beschlagnahmeverbot gilt. Der Fahrer könnte die Akte freigeben, bisher hat er das aber nicht getan.

Der Unfall hat in Deutschland erneut eine Diskussion über SUV in Innenstädten ausgelöst. Mehr dazu erfahren Sie hier.

aar/dpa



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