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Trotz Pandemie Zahl der Demos in Berlin deutlich gestiegen

Von 5600 auf fast 7700: In Berlin wurden im vergangenen Jahr deutlich mehr Kundgebungen angemeldet als in den Vorjahren. Nach SPIEGEL-Informationen hat das auch mit der »Querdenken«-Bewegung zu tun.
aus DER SPIEGEL 10/2021
Protestmarsch in Berlin (Archivbild): Deutlich mehr Demos

Protestmarsch in Berlin (Archivbild): Deutlich mehr Demos

Foto: Jan Scheunert / ddp images

Die Zahl der Demonstrationen in Berlin ist trotz der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr gestiegen. Insgesamt fanden 5857 Versammlungen statt, wie aus einer Auswertung der Polizei hervorgeht. Dabei handelte es sich um 5203 ortsfeste Versammlungen und 654 Aufzüge, das sind fünf Prozent mehr als 2019.

Aus: DER SPIEGEL 10/2021

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Hinzu kamen 1837 geplante Veranstaltungen, die vorher wieder abgesagt oder nicht abgehalten wurden. Die Gesamtzahl der angemeldeten Kundgebungen betrug damit fast 7700. Im Jahr vor der Coronakrise waren es laut Polizei 5603. Verlässliche Angaben darüber, wie viele Menschen jeweils auf die Straße gingen, liegen den Behörden nicht vor.

Zwei Themen dürften laut Polizei eine besondere Rolle gespielt haben: 2019 sei der Klimaschutz ein »herausragender Themenkomplex« gewesen. 2020 galt dies demnach für Proteste gegen Corona-Schutzmaßnahmen. Allein für die Stichworte »Querdenken« und »Corona« zeigt die entsprechende Datenbank laut Polizei 222 Einträge.

Die Kundgebungen hätten noch deutlich zahlreicher sein können, wie die Polizei mitteilt. »Eine Vielzahl an auch teilnehmerstarken angemeldeten Versammlungen musste aufgrund der Infektionsschutzverordnung abgesagt oder sogar durch die Versammlungsbehörde verboten werden.«

mxw
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