Berliner Schulwahnsinn Wenn das Los entscheidet, wo das Kind zur Schule geht

Um einen Schulplatz für die 7. Klasse zu ergattern, müssen Berliner Schüler teils absurd anmutende Bedingungen erfüllen. Eltern fühlen sich verschaukelt.
Schüler vor Hausaufgaben (Symbolbild): Enttäuschung und Versagensängste

Schüler vor Hausaufgaben (Symbolbild): Enttäuschung und Versagensängste

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Thomas Eisenhuth/ picture alliance / Thomas Eisenhuth/dpa-Zentralbild/dpa

Es ist dieses Gefühl, "irgendwie versagt" zu haben, das Mona B. plagt, als ihr Sohn Jonas das Halbjahreszeugnis der 6. Klasse mit nach Hause bringt. Auch Jonas ist enttäuscht. Dabei hat er Einsen, Zweien und Dreien, nur eine Vier in Mathe zieht den Schnitt nach unten: auf 2,5.

Das reicht nicht für das, was Mona B. und ihr Sohn sich erhofft hatten: ein Platz an Jonas Wunschschule. Kein Gymnasium, sondern die Berliner Alternative dazu. Jonas möchte an eine Integrierte Sekundarschule mit gymnasialer Oberstufe, eine Schule, die alle Abschlüsse bietet, an der er bis zum Abitur bleiben, Spanisch lernen, am liebsten noch eine Volleyball-AG besuchen kann – und die halbwegs in der Nähe liegt.

Mit 2,5 – fast aussichtlos.

Mona B. und ihr Sohn, die eigentlich anders heißen, wohnen in Berlin. Hier sind viele Schulen stark überlaufen, an denen Kinder Abitur machen können. Bei der Anmeldung für die 7. Klassen, die jetzt wieder Mitte Februar startet, führt das zu einem absurd anmutenden Auswahlprozess.

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