Berliner Integrationslotsin Simran Sodhi darf bleiben

Die Inderin Simran Sodhi hilft Asylbewerbern als Integrationslotsin in Berlin, dennoch drohte ihr selbst die Ausweisung. Nun soll sie eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. "Ich freue mich, weiterarbeiten zu können", sagte Sodhi.

Berlin - Der Fall sorgte bei vielen für Unverständnis: Die Inderin Simran Sodhi steht Asylbewerbern in Berlin als Integrationslotsin zur Seite - und sollte selbst ausgewiesen werden. Mehr als 70.000 Unterzeichner protestierten mit einer Onlinepetition gegen die Entscheidung der Ausländerbehörde. Nun die Wende: Wie die Bildungsinitiative "With Wings and Roots" mitteilte, soll Sodhi eine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Dies sei bei einem Treffen mit Vertretern von Ausländerbehörde, Senat und Bezirksamt beschlossen worden.

Bereits Anfang der Woche hatte Innensenator Frank Henkel (CDU) gesagt, es solle eine aufenthaltsrechtliche Perspektive geschaffen werden. "Ich bin dankbar für all die Unterstützung und die positive Entscheidung. Ich freue mich, nun wieder weiterarbeiten zu können und mich um die Bedürfnisse von Asylsuchenden und Migranten und Migrantinnen in Treptow-Köpenick zu kümmern", sagte Sodhi.

Die Ausländerbehörde wollte Sodhi ursprünglich abschieben, weil sie für die Stelle als Integrationslotsin überqualifiziert sei und als Akademikerin zu wenig verdiene. Eine 18-monatige Frist sei abgelaufen, in der Sodhi nach ihrem Studium einen "angemessenen Arbeitsplatz" hätte finden müssen.

Mehr zu den Hintergründen des Falles lesen Sie hier.

hut
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.