Baden-Württemberg Mehr als 200 rumänische Arbeiter in Schlachthof mit Coronavirus infiziert

In einer Fleischfirma im baden-württembergischen Birkenfeld haben sich laut der Regierung in Bukarest Hunderte Rumänen mit dem Coronavirus infiziert. Einen ersten Verdachtsfall gab es offenbar schon Anfang April.
Schlachthof in Deutschland (Symbolbild): Beschäftigte von Subunternehmen in Süddeutschland infiziert

Schlachthof in Deutschland (Symbolbild): Beschäftigte von Subunternehmen in Süddeutschland infiziert

Foto: Mohssen Assanimoghaddam/ dpa

Mehr als 200 rumänische Arbeiter eines Schlachthofs im baden-württembergischen Birkenfeld haben sich nach Angaben der Regierung in Bukarest mit dem Coronavirus infiziert. Bei ihnen handle es sich nicht um Saisonarbeiter, sondern um Beschäftigte von Subunternehmen des deutschen Fleischbetriebs, teilte das Außenministerium mit. Insgesamt seien in dem Schlachthof 500 Rumänen beschäftigt.

Neben den rumänischen Staatsbürgern seien in dem Betrieb noch rund hundert weitere Arbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Ministerium ferner unter Berufung auf Angaben deutscher Behörden mit. Alle Infizierten befänden sich in Quarantäne. Die meisten hätten keine oder nur leichte Symptome.

Umfassende Tests unter den 1100 Mitarbeitern

Einen ersten Verdacht auf einen Corona-Ausbruch in dem Betrieb hatte es laut einem Bericht des "Schwarzwälder Boten"  am 7. April gegeben. Ein in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnender Mitarbeiter der Fleischfirma habe damals die Polizei kontaktiert, weil es ihm schlecht gegangen sei. Der Mann kam demnach ins Krankenhaus, zwei Tage danach lag das positive Testergebnis vor. Zehn seiner Mitbewohner seien dann ebenfalls positiv auf das Virus getestet worden.

"Da ist es dann klar gewesen, dass es sich um ein großes Geschehen handelt", wurde die Leiterin des örtlichen Gesundheitsamts, Brigitte Joggerst, vom "Schwarzwälder Boten" zitiert. Anschließend fanden umfassende Tests unter den laut Zeitung insgesamt 1100 Mitarbeitern statt.

bam/AFP