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12. November 2018, 07:36 Uhr

Obama über verheerende Waldbrände

"Bitte tut, was ihr könnt"

Mehr als 30 Menschen sind tot, Tausende haben wohl ihre Existenz verloren: In Kalifornien wüten heftige Waldbrände, nun äußert sich Ex-Präsident Barack Obama - und kontert umstrittene Aussagen seines Amtsnachfolgers.

Kalifornien ist derzeit Schauplatz einer Katastrophe historischen Ausmaßes: Gewaltige Flächenbrände haben Tausende Gebäude zerstört, mehr als 30 Menschen sind in den Flammen ums Leben gekommen.

Noch während etwa 8000 Hilfskräfte die Feuer bekämpfen, ist eine Debatte über mögliche Ursachen ausgebrochen. US-Präsident Donald Trump hatte sich früh festgelegt, wer schuld sei an den verheerenden Bränden: die Behörden im von den US-Demokraten regierten Kalifornien. Dort seien beim Forstmanagement schwere Fehler gemacht worden.

Der Republikaner war für diese Äußerungen scharf kritisiert worden; nun hat sich auch Trumps direkter Amtsvorgänger geäußert. Er und seine Frau Michelle seien todunglücklich, schrieb Barack Obama auf Twitter: Ihr Mitgefühl gelte allen Betroffenen, die viel verloren hätten.

Sie seien dankbar "für den Todesmut der Feuerwehrleute, die rund um die Uhr ihre Leben riskieren, um andere zu retten", schrieb Obama weiter. "Bitte tut, was ihr könnt, um unseren amerikanischen Mitbürgern zu helfen."

Auch andere Prominente riefen zu Solidarität mit Betroffenen auf und bedankten sich bei den Einsatzkräften. "Ihr seid wahre Helden", schrieb etwa Lady Gaga auf Twitter. Kim Kardashian rief über den Kurznachrichtendienst zu Spenden für die Feuerwehr auf.

Viele Prominente besitzen an der Küste Kaliforniens und im angrenzenden Hügelland Häuser und Villen. Stars wie der Oscarpreisträger Guillermo del Toro sowie die TV-Persönlichkeiten Caitlyn Jenner und Kim Kardashian waren von den Räumungen betroffen. Zu den zerstörten Anwesen gehört auch das von TV-Moderator Thomas Gottschalk.

Im Video: Das Inferno von Kalifornien

Noch immer bekämpfen Tausende Einsatzkräfte gleich zwei große Brände in Kalifornien. Das "Camp Fire" wütet im Norden des US-Bundesstaats, das "Woolsey Fire" in der Gegend um Malibu. Mehr als 30 Menschen sind bislang wegen der Flammen ums Leben gekommen.

Weitere Opfer werden befürchtet, denn Trockenheit, Wärme und heftige Winde verschärfen die Lage. Insgesamt können in Kalifornien derzeit etwa 250.000 Menschen nicht in ihre Wohnungen - sofern diese überhaupt noch bewohnbar sind.

mxw

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