Krefelder Zoo Polizist erschoss schwer verletzten Gorilla nach Affenhaus-Brand

Neue Details zum Feuer im Krefelder Zoo: Eine Tierärztin schaffte es nicht, einen schwer verletzten Gorilla einzuschläfern. Deshalb musste ein Polizist mehrere Schüsse auf das Tier abfeuern.
Kerzen und Briefe vor dem Eingang des Zoos in Krefeld - das Großfeuer hat deutschlandweit Bestürzung ausgelöst

Kerzen und Briefe vor dem Eingang des Zoos in Krefeld - das Großfeuer hat deutschlandweit Bestürzung ausgelöst

Foto: Roberto Pfeil/ dpa

Am Morgen nach dem Brand im Krefelder Zoo musste ein schwer verletzter Gorilla von einem Polizeibeamten durch mehrere Schüsse aus einer Maschinenpistole getötet werden. Das geht aus einem Bericht des Innenministeriums an den nordrhein-westfälischen Landtag hervor. Demnach hatte es eine Tierärztin zuvor nicht geschafft, das Tier einzuschläfern.

Laut Innenministerium hatten sich bereits während des Brandes in der Nacht zu Neujahr Polizisten mit Maschinenpistolen rund um das Affenhaus postiert, um notfalls verletzte oder panische Tiere zum Schutz der Einsatzkräfte zu stoppen. Dazu kam es nicht. Die Retter gingen laut dem Bericht davon aus, dass alle Tiere tot sind. Gegen 8 Uhr morgens wurden zwei schwer verletzte Tiere gefunden, von denen die Tierärztin ein Orang-Utan-Weibchen einschläferte. Den Gorilla tötete der Beamte nach Freigabe durch den Polizeiführer.

Der Brand im Krefelder Zoo in Nordrhein-Westfalen war kurz nach Mitternacht am frühen Neujahrsmorgen ausgebrochen und hatte unter anderem fünf Borneo-Orang-Utans und einen westafrikanischen Schimpansen getötet. Auch für mehrere kleinere Affen und Vögel gab es kein Entkommen. Das Affenhaus brannte völlig aus. Der finanzielle Schaden geht in die Millionen. Mehr zu den Hintergründen erfahren Sie hier.

aar/dpa