Großbrand im Harz Landrat ruft wegen Feuer am Brocken Katastrophenfall aus

Auf mehr als 60 Hektar wütet ein Feuer: Der Großbrand am Brocken im Harz ist noch nicht unter Kontrolle – allen Bemühungen zum Trotz.
Mit Löschhubschraubern wird das Feuer am Brocken bekämpft

Mit Löschhubschraubern wird das Feuer am Brocken bekämpft

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Matthias Bein / dpa

Fünf Löschhubschrauber und mehr als 300 Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen: Es ist der Versuch, einen Großbrand unterhalb des Brockengipfels im Harz einzudämmen. Landrat Thomas Balcerowski (CDU) rief am Sonntag den Katastrophenfall aus.

Das Feuer sei »nicht unter Kontrolle«, hieß es am Sonntag von der Stadt Wernigerode. Der Landkreis Harz gehe von mehrtägigen Löscharbeiten aus, teilte Stadtsprecherin Ariane Hofmann mit.

Der Brand war am Samstag gegen 14.30 Uhr am sogenannten Goetheweg in der Nähe des Aussichtspunktes Goethebahnhof entdeckt worden. Das Feuer wütete auf einer Fläche von rund 62 Hektar. Vor allem abgestorbene Fichtenbestände brannten. Der Brand brach den Angaben zufolge in einem schwer zugänglichen Gebiet aus.

Zahlreiche Wanderer und Besucher wurden in Sicherheit gebracht

Am frühen Sonntagmorgen loderten am Brocken die Flammen

Am frühen Sonntagmorgen loderten am Brocken die Flammen

Foto: Matthias Bein / dpa

Gut 50 Polizeikräfte sicherten das Gebiet rund um den Brocken, der für Besucherinnen und Besucher gesperrt ist. Am Brocken sei im Umkreis von 40 Kilometern eine Flugverbotszone für den zivilen Luftverkehr eingerichtet worden, hieß es.

Wegen des Feuers waren am Samstag zahlreiche Wanderer und Besucher am Brocken in Sicherheit gebracht worden. Der zu Wernigerode gehörende Ort Schierke sei weiter nicht gefährdet, hieß es.

Die Harzer Schmalspurbahnen fahren am Sonntag nicht auf den 1141 Meter hohen Berg. Wie das Bahnunternehmen auf seiner Internetseite mitteilte, gebe es einen eingeschränkten Zugverkehr zwischen Wernigerode und Drei Annen Hohne.

Der Goetheweg zum Brocken gilt als einer der meistfrequentierten Wanderwege im Nationalpark Harz. Erst vor rund drei Wochen hatte es im Harz in der Nähe des Brockens auf rund 13 Hektar gebrannt. Etwa 200 Feuerwehrleute waren damals im Einsatz.

fok/AFP/dpa

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