Tödlicher Unfall auf A4 Polizei identifiziert alle Opfer des Busunglücks

Elf Menschen starben bei dem verheerenden Unfall auf der A4, nun ist die Identität der Opfer geklärt. Sie kamen nach Polizeiangaben alle aus Polen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen den Fahrer des Doppeldeckers.

Die Unfallstelle des Busunglücks: Ermittlungen gegen den Fahrer
DPA

Die Unfallstelle des Busunglücks: Ermittlungen gegen den Fahrer


Dresden - Noch ist die Ursache des schweren Busunglücks auf der A4 ungeklärt - zumindest die Identität der elf Todesopfer ist mittlerweile aber bekannt. Nach Polizeiangaben handelt es sich um fünf Frauen zwischen 20 und 75 Jahren sowie sechs Männer zwischen 32 und 56 Jahren. Sie alle seien polnische Staatsbürger gewesen, hieß es weiter.

In der Nacht zum vergangenen Samstag war ein Doppeldeckerbus auf einen anderen Reisebus aufgefahren, durch die Mittelleitplanke in einen Kleinbus im Gegenverkehr geschleudert und eine Böschung hinuntergestürzt. Alle neun Insassen des Kleinbusses und zwei Passagiere des Reisebusses starben.

Die Dresdner Staatsanwaltschaft ermittelt inzwischen gegen den 44-jährigen Fahrer des polnischen Doppeldeckers. Er steht im Verdacht der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung - er soll nicht ausgeruht genug gewesen sein. Die Firma hat nach Behördenangaben mehrfach gegen Arbeitszeit- und Pausenregeln verstoßen. Auf einen Haftbefehl gegen den Verdächtigen verzichteten die Ermittler, da sie bei ihm keine Fluchtgefahr sahen.

vks/dpa



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