Busunglück in Brandenburg Weiteres Opfer stirbt nach Unfall

Ein weiteres Opfer des katastrophalen Busunglücks in Brandenburg ist seinen schweren Verletzungen erlegen. Damit kamen 14 Menschen ums Leben. Die Ursache des Unfalls ist bisher noch nicht geklärt.

REUTERS

Potsdam - Nach dem Unfall am Schönefelder Kreuz ist ein weiterer Passagier des Busses gestorben, wie ein Sprecher des brandenburgischen Innenministeriums am Donnerstag in Potsdam mitteilte. Damit kamen bei dem Unglück nahe Berlin am 26. September insgesamt 14 Menschen ums Leben.

Der mit 49 Personen besetzte polnische Bus war bei dem Versuch, einem auf den Berliner Ring auffahrenden Auto auszuweichen, gegen einen Brückenpfeiler geprallt. Der genaue Hergang des Unfalls ist noch nicht geklärt, die Staatsanwaltschaft Potsdam hat die Ermittlungen aufgenommen. Im Bus saßen Mitarbeiter des Forstamtes Slocieniec, deren Familien und zwei Busfahrer. Sie befanden sich auf der Rückreise vom Urlaub in Spanien.

36 Insassen des Busses wurden bei dem Unfall verletzt, zum Teil schwer. Außerdem erlitten die 37 Jahre alte Fahrerin des an dem Unfall beteiligten Pkw und ihr Beifahrer ebenfalls Verletzungen. Ein weiterer Insasse blieb unversehrt. Zur Rettung und Bergung der Menschen waren rund 300 Helfer von Rettungsdiensten und Polizei aus Brandenburg und Berlin im Einsatz.

Die Polizei hat eine Ermittlungsgruppe aus deutschen und polnischen Experten gebildet. Sie versuche herauszufinden, wie es zu der Tragödie bei Berlin kommen konnte, sagte ein Sprecher des Innenministeriums. "Die Ermittlungen gestalten sich schwierig", sagte ein Polizeisprecher des Schutzbereichs Königs Wusterhausen. "Wir sind mittendrin." Es werde zudem kontinuierlich Kontakt mit der polnischen Botschaft gehalten.

bac/dapd



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