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14. November 2012, 12:12 Uhr

Letzter Wunsch eines Neunjährigen

Kirche genehmigt Grabstein mit BVB-Logo

Vor seinem Tod hatte sich der neunjährige Jens Pascal einen Grabstein mit dem Emblem seines Lieblingsclubs Borussia Dortmund gewünscht, doch der Kirchenvorstand lehnte den Entwurf ab. Nach einem monatelangen Streit gibt es nun einen Kompromiss.

Dortmund - Am Ende war die Empörung offenbar so groß, dass die Kirche einlenkte: Es sei nicht Absicht gewesen, dem letzten Willen des kleinen Jens Pascal im Wege zu stehen, heißt es in einer Mitteilung der Katholischen Stadtkirche Dortmund. In Gesprächen mit den Eltern des verstorbenen Neunjährigen sei nun ein Kompromiss für seinen Grabstein auf dem Friedhof Mariä-Heimsuchung in Dortmund Bodelschwingh gefunden worden.

So soll nun ein Ball "im unteren Bereich" des Grabsteins seinen Platz finden und nicht - wie von den Eltern gewünscht - auf dem Stein. "In der jetzigen Lösung erscheint der Fußball nicht mehr als ein dominierendes Element auf dem Friedhof", heißt es in der Mitteilung. Zudem solle die Stele ein christliches Symbol bekommen. Unter diesen Voraussetzungen habe das Anbringen des Logos des Vereins und der Schriftzug "Echte Liebe" genehmigt werden können; ein Slogan, den Borussia Dortmund auch selbst verwendet.

Im Mai war Jens Pascal an einem Hirntumor gestorben. Seinen Eltern zufolge war es sein Wunsch, einen Grabstein mit dem Emblem des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund zu haben - Jens Pascal war glühender Fan. Doch den Entwurf hatte der zuständige Kirchenvorstand zunächst abgelehnt, er entspreche nicht der Friedhofsordnung der katholischen Kirchengemeinde Mariä-Heimsuchung, hieß es. In den sozialen Netzwerken war die Entrüstung groß.

aar/dapd/dpa

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