China Panda-Baby bricht Rekorde

Es wiegt gerade mal 218 Gramm. Und doch hat das kleine Panda-Baby mit seiner Mutter Zhang Ka gleich zwei Rekorde gebrochen.


Hamburg - 34 Stunden - so lange wie noch nie bei einem Panda in Gefangenschaft - dauerte die Geburt. Dann endlich war das Junge im Panda-Forschungszentrum im Südwesten Chinas geboren, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua.

Der Grund für die langwierige und schmerzhafte Geburt? Das kleine rosafarbene Fellknäuel brachte 218 Gramm auf die Waage. Damit ist es das schwerste Panda-Baby, das jemals in Gefangenschaft zur Welt kam, heißt es. Die meisten Jungen würden bei der Geburt nur zwischen 83 und 190 Gramm wiegen. "Es ist sehr selten, dass ein Junges die 200 Gramm erreicht", zitiert die Nachrichtenagentur einen Pfleger.

Um die 1600 Pandas leben in Naturreservaten in den Provinzen Sichuan, Gansu und Shaanxi. In Sichuan konnte sich ein Forschungszentrum jetzt ebenfalls über Panda-Babys freuen. Dort brachte ein Weibchen sogar Zwillinge auf die Welt. Diese müssen jedoch mit der Flasche aufgezogen werden.

Riesenpandas zählen zu den weltweit am meisten gefährdeten Arten. In freier Wildbahn finden sie sich ausschließlich in China. Die Tiere werden in dem Land besonders verehrt.

Dass Riesenpandas in Gefangenschaft Junge bekommen, ist grundsätzlich äußerst selten. Schließlich haben Weibchen nur einen Eisprung im Jahr. In einem schmalen Zeitfenster von 24 bis maximal 48 Stunden muss es dann zu einer Besamung kommen. Zudem ist die Sterblichkeit bei Panda-Jungen sehr hoch.

Pandas fressen Bambusstäbe und schlafen viel. Gesunde Tiere können bis zu 30 Jahre alt werden.

aki/reuters



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