Coronavirus Schwedische Regierung rät bis Mitte Juli von Auslandsreisen ab

Schweden sollen ihrer Regierung zufolge noch zwei Monate nicht ins Ausland reisen, wenn es nicht nötig ist. Die Möglichkeiten, im Land Urlaub zu machen, werden dagegen gelockert.
Ministerpräsident Stefan Löfven und Außenministerin Ann Linde

Ministerpräsident Stefan Löfven und Außenministerin Ann Linde

Foto: PONTUS LUNDAHL/ AFP

Lieber noch kein Sommerurlaub in der Ferne: Die Regierung von Schweden rät ihren Bürgern bis in den Hochsommer hinein von nicht zwingend notwendigen Reisen ins Ausland ab.

Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zuge der Coronavirus-Pandemie verlängert das schwedische Außenministerium seine seit Mitte März geltende entsprechende Empfehlung  vorläufig bis zum 15. Juli. Das teilten Ministerpräsident Stefan Löfven und Außenministerin Ann Linde mit.

Innerhalb Schwedens sei es dagegen von nun an unter bestimmten Voraussetzungen möglich, kürzere Reisen zu unternehmen, sagte Löfven. Die Ziele der Fahrten sollten aber maximal ein bis zwei Autostunden vom Wohnort entfernt liegen.

Schweden ist im Vergleich zu den anderen Ländern Europas mit freizügigeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorgegangen. Lokale, Geschäfte und Schulen wurden niemals geschlossen . Im Vergleich zu seinen skandinavischen Nachbarn hat das Land die meisten Infektions- und Todesfälle: Bis Mittwoch sind knapp 28.000 Infektionen gemeldet worden und 3460 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben.

kko/dpa
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