Infizierte Mitarbeiter Klinikum Wolfsburg verhängt Aufnahmestopp

Wolfsburg hat stark mit der Corona-Pandemie zu kämpfen. In einem Heim für Demente sind bereits mehrere Menschen gestorben. Nun stößt auch das Klinikum an seine Grenzen.
Rettungskräfte in Wolfsburg: Die Stadt wird von der Pandemie erschüttert

Rettungskräfte in Wolfsburg: Die Stadt wird von der Pandemie erschüttert

Foto: Alexander Koerner/ Getty Images

Mitarbeiter des Klinikums Wolfsburg wurden positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Nun hat das Krankenhaus die Sicherheitsmaßnahmen weiter erhöht. Es gilt ein Aufnahmestopp, auch das Besuchsverbot wurde ausgeweitet.

Bis auf wenige Ausnahmen werden in dem Klinikum keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt am Sonntag mitteilte. Davon ausgenommen seien die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal, wie eine erste "intensive Analyse der Situation" am späteren Sonntagabend ergeben habe.

Zuvor hieß es zudem, dass ab sofort keine Besuche mehr erlaubt seien, "auch nicht die bisherigen Ausnahmen". Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen - in einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim ist es ebenfalls zu einem Ausbruch des Virus gekommen.

"Nur noch ein Patient pro Zimmer"

Von den 165 Bewohnern, seien mindestens 72 alte Menschen infiziert, wie die Heimleitung mitteilte. Bisher sind 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Ein letztes Mal sehen konnten Angehörige die Toten nicht, Besucher dürfen das Heim nicht mehr betreten. Mehrere Bewohner des Heims waren zur Behandlung in das Klinikum Wolfsburg gebracht worden.

"Es tut uns unendlich leid, und wir versuchen alles, um die anderen Menschen noch zu schützen", sagte Oberbürgermeister Klaus Mohrs (SPD).

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Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite "ab sofort im Vollschutz", hieß es von der Stadt: "Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt." Es werden nun weitere Test an Patienten und Personal vorgenommen. Die Ergebnisse werden am Abend erwartet. Über das weitere Vorgehen soll entschieden werden, wenn die Testergebnisse vorliegen.

asc/dpa
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