Medienbericht Spahn kann sich kommende Karnevalssaison "nicht vorstellen"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwägt offenbar, den kommenden Karneval ausfallen zu lassen. Er soll sich auf einer Konferenz des Gesundheitsausschusses entsprechend geäußert haben.
Gesundheitsminister Spahn erwägt laut einem Bericht, den kommenden Karneval ausfallen zu lassen

Gesundheitsminister Spahn erwägt laut einem Bericht, den kommenden Karneval ausfallen zu lassen

Foto: John Macdougall / AFP

Bundesgesundheitsminister Spahn sieht einem Medienbericht zufolge kaum Chancen, den Karneval in der Saison 2020/2021 wegen der Coronavirus-Pandemie wie gewohnt stattfinden zu lassen. Wie die "Rheinische Post " unter Berufung auf Teilnehmer einer Konferenz des Gesundheitsausschusses des Bundestags berichtet, sprach Spahn sich dafür aus, den Karneval bundesweit komplett ausfallen zu lassen.

"Ich war selbst Kinderprinz und komme aus einer Karnevalshochburg. Ich weiß also, wie wichtig Karneval für viele Millionen Deutsche ist. Aber: Ich kann mir Karneval in diesem Winter, mitten in der Pandemie schlicht nicht vorstellen. Das ist bitter, aber so ist es", wird Spahn zitiert.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte sich bereits Ende Juni gegen Straßenkarneval im November ausgesprochen. Das Fest passe "nicht in diese Zeit", sagte Laschet angesichts der Pandemie. Zuletzt hatte sich laut "Rheinischer Post" auch der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises an Laschet gewandt und um eine Absage des Karnevals gebeten.

Zu Beginn der Corona-Pandemie im Februar hatten sich viele Menschen auch bei Feierlichkeiten zum Karneval mit dem Virus infiziert. Ein Ausbruch im Kreis Heinsberg wurde auf eine Karnevalssitzung zurückgeführt.

fek