Coronakrise Bundesregierung will festsitzende Deutsche aus dem Ausland zurückholen

Tausende Deutsche sind derzeit im Ausland gestrandet, weil Airlines Flüge streichen oder Länder Reisen beschränken. Mit bis zu 50 Millionen Euro will das Auswärtige Amt sie nun einfliegen lassen.
Heiko Maas: "Bitte bleiben Sie zu Hause"

Heiko Maas: "Bitte bleiben Sie zu Hause"

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CLEMENS BILAN/EPA-EFE/Shutterstock

Bundesaußenminister Heiko Maas hat eine Rückholaktion für Tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Coronakrise im Ausland festsitzen. Er kündigte an, dafür bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Das Auswärtige Amt vereinbarte demnach mit kommerziellen Fluganbietern wie der Lufthansa, ein "einmaliges Programm" zur Rückholung der Touristen. Der SPD-Politiker sprach von einer "Luftbrücke".

In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Länder wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus Grenzen dichtgemacht und Flugverbindungen gekappt. Da Deutschland inzwischen zu den Hauptrisikoländern gehört, sind deutsche Reisende besonders stark von den Einschränkungen betroffen.

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Zunächst sollen Maas zufolge nun deutsche Pauschalreisende aus besonders gefährdeten Gebieten zurückgeholt werden. Dies seien Marokko, Ägypten, die Dominikanische Republik, die Philippinen sowie die Malediven, sagte er. Betroffene Reisende sollten sich auf der Website des Auswärtigen Amts  informieren und ihren Reiseveranstalter kontaktieren.

Weltweite Reisewarnung für touristische Reisen

"Wir müssen aber alle noch mehr tun, damit sich das Virus und seine Verbreitung verlangsamt", sagte Maas. Jeder müsse seinen Beitrag leisten.

Maas teilte mit, dass die Bundesregierung deshalb eine weltweite Reisewarnung für touristische Reisen ausgesprochen hat. Bisher hatte das Auswärtige Amt nur von nicht notwendigen Reisen ins Ausland abgeraten.

"Wir müssen verhindern, dass weitere Deutsche im Ausland stranden", sagte der Außenminister. Er gehe davon aus, dass "der weltweite Passagierverkehr auf ein sehr niedriges Niveau zurückgehen wird". Maas appellierte: "Bitte bleiben Sie zu Hause."

Die deutschen Reiseveranstalter hatten bereits am Montag mitgeteilt, dass sie Pauschalurlauber zusammen mit dem Auswärtigen Amt zurückholen wollten, hatten aber noch keine Details genannt.

kko/dpa
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