Kampf gegen Corona Der Überblick zur Maskenpflicht in allen Bundesländern

In allen Bundesländern müssen Menschen in der Öffentlichkeit bald Mund und Nase bedecken. Doch an welchen Orten genau gilt die Maskenpflicht? Und ab wann? Die wichtigsten Infos.
Mundschutz (Symbolbild)

Mundschutz (Symbolbild)

Foto: Robert Michael/ dpa

Dieser Artikel wird laufend aktualisiert.

Alle Bundesländer haben sich dazu entschieden, eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht zu erlassen. Das heißt in der Regel: Wer mit dem Bus fährt oder im Supermarkt einkaufen geht, muss Mund und Nase bedecken. Dabei ist eine medizinische Schutzmaske nicht nötig, sogar ein Schal genügt. Einige Bundesländer führen die Maskenpflicht jedoch eingeschränkt ein. Der Überblick:

Vom Montag, 27. April an müsse man in Baden-Württemberg Mund und Nase beim Einkaufen und im Nahverkehr bedecken, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Damit sei aber kein medizinischer Mundschutz gemeint, es gehe nur um einfache Mund-Nasen-Bedeckung. "Notfalls tut es auch ein Schal", sagte Kretschmann.

In Bayern gilt die Regelung ebenfalls ab Montag für ÖPNV und Einzelhandel. In Bayern soll die Maskenpflicht auch für Kinder ab dem siebten Lebensjahr gelten. Das hat das Kabinett in München beschlossen, nachdem das grundsätzliche Vorhaben bereits am Montag angekündigt worden war. 

In Brandenburg kündigte Innenminister Michael Stübgen (CDU) am Mittwoch im Innenausschuss des Landtags an, dass eine Maskenpflicht in S-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen vom 27. April an gelten soll. Dies werde das Kabinett am Donnerstag beschließen. In Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam sind Masken ab Montag zusätzlich auch in Geschäften vorgeschrieben.

Als letztes Bundesland kündigte am Mittwoch Bremen eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes an: Sie solle am Freitag beschlossen werden und ab Montag für den Nahverkehr und das Einkaufen gelten, teilte ein Sprecher der Landesregierung mit.

Die Menschen in Berlin müssen ab kommender Woche in Bussen und Bahnen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur beschloss der Senat am Dienstag eine entsprechende Regel, die jedoch im Unterschied zu anderen Bundesländern nicht für den Einzelhandel gelten soll.

Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hat von Montag an eine Maskenpflicht im Einzelhandel, auf Wochenmärkten und im öffentlichen Nahverkehr in der Hansestadt angekündigt

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Auch das Saarland führt ab Montag die Maskenpflicht für den Nahverkehr und im Einzelhandel ein, wie ein Sprecher am Mittwoch mitteilte.

Sachsen beschloss als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht. Die Regelung gilt bereits seit Montag.

In Sachsen-Anhalt gilt ab diesem Donnerstag eine Maskenpflicht. Ausreichend seien auch selbst geschneiderte Masken, Schals, Tücher, Buffs und Ähnliches aus Baumwolle oder anderem geeignetem Material, teilte die Staatskanzlei mit.

Im Kampf gegen das Coronavirus führt auch Schleswig-Holstein eine Maskenpflicht ein. Dies kündigte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) an. Das Kabinett werde am Mittwoch beschließen, das Tragen einer Mund-Nasen-Abdeckung beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln vom 29. April an zur Pflicht zu machen.

Ausnahmen gibt es in Schleswig-Holstein für Kinder unter sechs Jahren, ÖPNV- und Taxifahrer sowie Menschen, die den Schutz aus gesundheitlichen Gründen nicht tragen und dies durch eine ärztliche Bescheinigung nachweisen können. Wer sich nicht an die Pflicht hält, darf Geschäfte und öffentliche Verkehrsmittel nicht betreten, ein Bußgeld ist bislang aber nicht vorgesehen.

Das Thüringer Kabinett hat sich ebenfalls auf eine Maskenpflicht geeinigt. Sie soll bereits ab Freitag beim Einkaufen und im Nahverkehr gelten.

bbr/jpz/kko/dpa
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