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Pandemievorbereitung Polizei rechnet mit mehr Einsätzen wegen häuslicher Gewalt

In der Coronakrise bereiten sich die Sicherheitsbehörden auf neue Anforderungen vor: Möglicherweise steigen die Fälle von Betrug und häuslicher Gewalt. Auch die Prepperszene wird verstärkt beobachtet.
aus DER SPIEGEL 13/2020
Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern

Polizisten in Mecklenburg-Vorpommern

Foto: Stefan Sauer/ dpa

Die deutschen Behörden haben mit der Analyse von Sicherheitsrisiken aufgrund der Coronakrise begonnen. Nach SPIEGEL-Informationen hat das Bundesinnenministerium (BMI) einen entsprechenden Auftrag erteilt. Auch Landesbehörden bewerten die Lage und erstellen Szenarien. Dabei sollen Erkenntnisse aus Staaten wie China und Italien herangezogen werden.

Nach ersten Einschätzungen rechnen die Behörden mit einem Anstieg von Betrugsdelikten wie etwa dem Verkauf überteuerter und nicht funktionsfähiger Corona-Testkits. Zudem wird erwartet, dass Cyberkriminelle die Lage für Ausspähattacken nutzen. Die Behörden stellen sich auch auf Diebstähle und Einbrüche auf der Suche nach Atemschutzmasken und Desinfektionsmitteln ein. Einige Beamte erwarten auch einen Anstieg häuslicher Gewalt. Ein Rückgang wird dagegen bei Wohnungseinbrüchen prognostiziert, weil die Menschen mehr zu Hause sind.

DER SPIEGEL 13/2020
Foto: cgs

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Mit Plünderungen wegen möglicher Knappheit von Lebensmitteln und Medikamenten wird derzeit nicht gerechnet, aber die Behörden bereiten sich auf solche Szenarien vor. Mit Sorge betrachten die Behörden Reaktionen in der Prepperszene. "Bislang feiern sie nur nach dem Motto: Wir haben es euch ja gleich gesagt", so ein hochrangiger Beamter. Prepper sind Gruppierungen, die sich durch das Horten von Lebensmitteln, bisweilen aber auch Waffen auf den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung vorbereiten. Im Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet man inzwischen verstärkt "alle Phänomenbereiche" im Hinblick auf Corona. Das gilt insbesondere für die Verbreitung von Fake News.

fis
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