ÖPNV und Einzelhandel Sachsen führt als erstes Bundesland Mund-Nasen-Schutz-Pflicht ein

Die Menschen in Sachsen dürfen künftig Geschäfte oder Nahverkehrsmittel nur noch betreten, wenn sie Mund und Nase bedecken. Ein einfaches Tuch reicht bereits.
Sachsen Ministerpräsident mit einem Mundschutz in Leipzig (Archivbild): "Die richtige Antwort"

Sachsen Ministerpräsident mit einem Mundschutz in Leipzig (Archivbild): "Die richtige Antwort"

Foto: Peter Endig/ dpa

Sachsen hat als erstes Bundesland für den öffentlichen Nahverkehr sowie für den Einzelhandel eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht beschlossen. Die Regelung gelte von Montag an, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) am Freitag nach einer Sitzung des Landeskabinetts in Dresden. Zur Abdeckung von Nase und Mund müsse es keine teure FFP2-Maske sein, es reiche auch ein einfaches Tuch oder ein Schal, sagte Kretschmer.

Von Montag an sollen in Sachsen einige Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie gelockert werden. Sachsen entschärfte seine bislang sehr strikte Ausgangsbeschränkung, die ein Verlassen der Wohnung nur aus "triftigen Gründen" vorsah.

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Die Landesregierung erlaubte ferner Gottesdienste mit bis zu 15 Teilnehmern. Gleiches gilt für Beerdigungen, Trauerfeiern und Trauungen. Die neue Verfügung tritt Montag in Kraft und gilt zunächst bis 3. Mai.

Wenn man in so vielen Bereichen zusätzliche Kontakte von Menschen zulasse, sei eine Mund-Nasen-Schutz-Pflicht "die richtige Antwort", so Kretschmer. Sie sei ein "zumutbares Instrument". Einen solchen Schutz gebe es mittlerweile in vielfältiger Weise, man könne ihn selbst nähen oder kaufen. "Ich denke, wir sind an einem Punkt, wo wir das verpflichtend vorgeben können", sagte Kretschmer.

Läden müssen keine Masken für Menschen bereitstellen, die keine dabei haben, sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) laut "Sächsischer Zeitung ". Kunden müssen also selbst dafür sorgen, immer einen Mund-Nasen-Schutz mitzubringen. Auch selbst genähte Stoffmasken oder im Notfall Tücher und Schals seien ausreichend, wenn sie Nase und Mund abdeckten.

Die sächsische Regierung rief die eigenen Bürger dazu auf, auch außerhalb von Läden und Verkehrsmitteln einen Behelfsschutz zu tragen, um das Infektionsrisiko zu reduzieren. Dies wird aber nur "dringend empfohlen". Es ist nicht verpflichtend.

jpz/dpa/AFP
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