"Costa Concordia" Küstenwache sucht noch 29 Vermisste

Die Zahl der Vermissten nach dem Kreuzfahrtunglück in Italien hat sich von 16 auf 29 erhöht. Nach Angaben der Küstenwache wird nach vier Besatzungsmitgliedern und 25 Gästen des havarierten Schiffes "Costa Concordia" gesucht.

Sinkende "Costa Concordia": Von 29 Menschen fehlt ein Lebenszeichen
AFP

Sinkende "Costa Concordia": Von 29 Menschen fehlt ein Lebenszeichen


Rom - Drei Tage nach dem Schiffsunglück vor der Insel Giglio hat die italienische Küstenwache die Zahl der Vermissten nach oben korrigiert. Bisher war sie von 16 ausgegangen, am Montagabend gab sie bekannt, dass bislang von 29 Menschen ein Lebenszeichen fehlt. Dabei handelt es sich um 25 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder, wie der Chef der Küstenwache, Admiral Marco Brusco, im staatlichen italienischen Fernsehen sagte. Eine Erklärung für den Anstieg machte er nicht.

Erst am Nachmittag hatte die Polizei die Zahl der deutschen Vermissten von elf auf zwölf erhöht. Eine Sprecherin des bayerischen Landeskriminalamtes (LKA) bestätigte, dass es nach der Havarie der "Costa Concordia" vor der toskanischen Küste einen "Vermisstenfall in Bayern" gebe. Bisher wurden insgesamt sechs Leichen geborgen.

Die lokalen Behörden gehen davon aus, dass das Wetter bis Mittwoch gut bleibt. Die Rettungsarbeiten könnten auf jeden Fall bis dann fortgesetzt werden. Der italienische Umweltminister Corrado Clini sagte am Montagabend, bislang gebe es keine Anzeichen dafür, dass Treibstoff ins Meer geflossen sei.

Die "Costa Concordia" war Freitagnacht vor der toskanischen Küste auf einen Felsen aufgelaufen und gekentert. An Bord waren etwa 4200 Menschen, darunter 566 Deutsche.

aar/dapd/AFP/dpa

insgesamt 7 Beiträge
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wernerweith 17.01.2012
1. Costa Berichte Spiegel
Zitat von sysopDie Zahl der vermissten Kreuzfahrtpassagiere*hat sich von 16 auf 29 erhöht. Nach Angaben der italienischen Küstenwache wird nach vier Besatzungsmitgliedern und*25 Gästen des havarierten Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" gesucht. http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,809473,00.html
Zu den Berichten über dieses Unglück fand ich den Aufruf der Presse - darunter auch des Spiegels - an die auf die geretteteten Opfer doch Bilder und Texte als unmittelbar Beteiligte einzusenden. Was ich sehr bedrückend fand war der juristische Ausfluss - einer honorarfreien Verwendung von Bild und Text, wenn Reisende wirklich ihre Erlebnisse berichte. Auch die Werbevorschaltung vor den Bildern von Spiegel Online finde ich völlig unpassend angesichts des Schicksals der Menschen. Ja, wenn nur das Geld noch zählt !! Werner Weith, Mülhein a.d. Ruhr
janne2109 17.01.2012
2. ...........
das ganze ist so unglaublich, dass man nur den ganzen Tag mit dem Kopf wackeln kann. Man überlege sich wie viel von den Vermissten noch tagelang am Leben waren ( hoffentlich noch sind und gefunden werden).
old_spice 17.01.2012
3. Route nach dem Crash
Wenn man sich den Kurs des Schiffes nach dem Auflaufen auf das Riff ansieht, kommen einem 2 Gedanken: 1. das sieht schwer nach Fahrerflucht aus 2. Gott sei Dank hat die Besatzung wieder zur Insel zurückgedreht, sonst läge der Kahn jetzt 100m tiefer. Klar hat der Kapitän danach nicht optimal funktioniert, aber man kann es auch ein wenig nachvollziehen. Immerhin hat er durch seinen leichtfertigen Umgang mit 4500 Menschenleben vermutlich seine Karriere beendet. Ob ein Mensch in einem solchen Moment das Richtige tut, weiß man erst, wenn die Lage tatsächlich eintritt.
blowup 17.01.2012
4. Fahrerflucht?
Zitat von old_spiceWenn man sich den Kurs des Schiffes nach dem Auflaufen auf das Riff ansieht, kommen einem 2 Gedanken: 1. das sieht schwer nach Fahrerflucht aus 2. Gott sei Dank hat die Besatzung wieder zur Insel zurückgedreht, sonst läge der Kahn jetzt 100m tiefer. Klar hat der Kapitän danach nicht optimal funktioniert, aber man kann es auch ein wenig nachvollziehen. Immerhin hat er durch seinen leichtfertigen Umgang mit 4500 Menschenleben vermutlich seine Karriere beendet. Ob ein Mensch in einem solchen Moment das Richtige tut, weiß man erst, wenn die Lage tatsächlich eintritt.
Da habe ich auch schon dran gedacht. Habe irgendwo gelesebn, der Kapitän hätte ein Taxi bestiegen "bringen Sie mich weit weg". Das sieht ja schwer nach Alkohol aus. Gibt es da überhaupt eine Promilliebeschränkung oder MUSS der Kapitän beim Dinner sogar munter picheln...?
wakaba 17.01.2012
5. Forum funktioniert nur schlecht
Logische Schlussfolgerung: Carnival Cruise hat die Yieldmaximierung überzogen und setzt regelmässig 4-5000 Leute einem hohen Risiko aus. Unausgebildetes Personal ist nicht in der Lage einen Rettungsplan umzusetzen. Es ist illusorisch 4000 Leute aus dem Termitenbau zu evakuieren. Wärs auf offener See passiert - man stelle sich Titanic x4 vor...
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