Bei Cuxhaven auf Grund Havariekommando bereitet Bergung von Gefahrguttanker vor

Sechs Schlepper sollen helfen, den in der Elbmündung festsitzenden Tanker zu bergen. Gegen Mittag soll das mit 9000 Tonnen Gefahrgut beladene Schiff zurück ins Fahrwasser geschleppt werden.

Chemikalientanker "Oriental Nadeshiko" hinter dem Seenotrettungskreuzer "Anneliese Kramer"
DAVID HECKER/ EPA-EFE/ REX

Chemikalientanker "Oriental Nadeshiko" hinter dem Seenotrettungskreuzer "Anneliese Kramer"


In der Elbmündung bei Cuxhaven haben die Vorbereitungen für die Bergung eines in der Nacht auf Grund gelaufenen Chemikalientankers begonnen. Nach Angaben des Havariekommandos wurden an dem Schiff mit 9000 Tonnen Gefahrgut bislang keine Schäden gemeldet. Auch die Besatzung ist demnach wohlauf.

Sechs Schlepper sind inzwischen vor Ort. Sie sollen versuchen, die unter der Flagge Panamas fahrende "Oriental Nadeshiko" mit dem Mittagshochwasser freizuschleppen.

Vier Schlepper sichern den Tanker, während zwei Schlepper den gegen 13.30 Uhr geplanten Bergungsversuch vorbereiten. Ein Peilschiff kontrolliert die Lage des Schiffs. Ein Messtrupp der Feuerwehr und ein Experte des Havariekommandos sollen an Bord gebracht werden.

Das 124 Meter lange Schiff habe Ladung der Gefahrgutklasse 3 an Bord, teilte ein Sprecher des Havariekommandos mit. Zu dieser Gefahrgutklasse gehörten flüssige entzündliche Stoffe. So seien unter anderem 7500 Tonnen Ethylendichlorid geladen, das unter anderem als sogenanntes Antiklopfmittel für Brennstoffe verwendet werde. Auch das als Hydraulik- und Lösungsmittel genutzte Propylenglykol soll geladen worden sein. Ein Ölüberwachungsflugzeug habe den Havaristen im Rahmen eines Routinefluges überflogen berichtet das Havariekommando; es habe kein Schadstoffaustritt festgestellt werden können.

Der Tanker war etwa zehn Kilometer östlich von Cuxhaven in der Elbmündung auf Grund gelaufen; dort verläuft das Fahrwasser für die Schifffahrt direkt neben dem Medemsand, der bei Niedrigwasser trockenfällt. Die Unfallursache war noch unklar.


Anmerkung: In einer früheren Version dieses Artikels wurde in einer ungenauen Formulierung die deutsche "Einsatzzentrale für Seenotfälle" als Quelle für die Ladung der "Oriental Nadeshiko" genannt. Tatsächlich stammen die Informationen vom Havariekommando. Wir haben die Stelle angepasst.

cop/AFP/dpa



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