Podcast »Im Verhör« »Querdenker« und die Pandemie der Wut

Sie bespucken Polizisten, bepöbeln Ärzte und verachten Journalisten. Die selbst ernannten »Querdenker« lassen bei Demonstrationen ihrem Hass auf Andersdenkende freien Lauf. Woher kommt dieser Zorn?

Für Verschwörungsfanatiker in der Coronapandemie ist alles, was zum »System« gehört, ein Feindbild: Ärzte, Polizisten, Journalisten. Gegen sie wird sich mit allen Mitteln widersetzt, teilweise sogar mit körperlicher Gewalt. Ein Faustschlag traf SPIEGEL-TV-Reporter Henrik Neumann. Er hatte nur eine »stille Demo« gegen die Coronamaßnahmen filmen wollen.

Auch Polizisten werden angegriffen. Das war nicht immer so. Am Anfang sympathisierten noch einige Ordnungshüter mit den Demonstrierenden. Doch das änderte sich.

Und auch Ärzte auf Coronastationen bekommen die Aggression zu spüren. SPIEGEL-TV-Reporterin Marie Groß hat einen Coronaleugner auf der Intensivstation besucht. Der Wirtschaftsprofessor und Hochschuldozent Werner Müller leugnet selbst dort noch die Auswirkungen seiner Coronainfektion, in Gegenwart des Arztes, nach Luft schnappend. Nach seinem Krankenhausaufenthalt demonstriert er übrigens weiter mit Coronakritikern.

In der fünften Episode »Im Verhör: Die Pandemie der Wut« erörtern die SPIEGEL-TV-Reporter Marie Groß und Henrik Neumann mit Religionswissenschaftler Matthias Pöhlmann die Frage, ob es sich bei den Demos um eine Art Gottesdienst handelt. Host des Formats ist SPIEGEL-TV-Redakteurin Christina Pohl.